Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Vorbeugung: Wie man ein "Broken-Heart-Syndrom" verhindert

Um einem Broken-Heart-Syndrom vorzubeugen, gelten dieselben Maßnahmen, die auch dem echten Infarkt vorbeugen: "Die Anpassung des Lebensstils und ein wirkungsvolles Stressmanagement", erklärt Dr. Magnus Schraudolph.

Stand: 31.10.2016

Joggerin beim Entspannen | Bild: colourbox.com

Lebensstil

Ausdauersport in der richtigen Intensität ist ein zentraler Punkt, um jeder kardiologischen Störung vorzubeugen. Man sollte streng im aeroben Bereich trainieren, also unter Sauerstoffverbrauch. So werden die Widerstandsgefässe in der Muskulatur, auch des Herzens, weit.

Tipp:

"Beim Joggen etwa sollte man immer noch reden können. Dann ist das Training in der gesundmachenden Intensität."

Dr. Magnus Schraudolph, Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie und Kardiologie

Stressmanagement

Durch Atemtherapie kann wirkungsvoll Stress abgebaut werden. Studien haben gezeigt, dass Atemtherapie neurobiologisch entspannend wirkt. Auch die sogenannte Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training wirken.

Wichtig:

Jeder Patient sollte das zu ihm passende Entspannungsmittel finden. Das kann auch Saunagehen sein, Tanzen, Singen oder irgendetwas anderes, das dem Betroffenen Entspannung verschafft.

Ernährung

Das Broken-Heart-Syndrom hat nichts mit falscher Ernährung zu tun.

"Man kann die Krankheit aber zum Anlass nehmen, sich zu fragen: Geht es mir mit meiner Ernährung gut? Ist die Antwort 'Nein', dann sollte eine Umstellung zu einer ausgewogenen Ernährung erfolgen."

Dr. Magnus Schraudolph, Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie und Kardiologie

Essen ohne Stress in entspannter Situation kann auch sehr zu einer Änderung des Lebensstils beitragen.


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