Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Energiebedarf Wer braucht wann wieviel Fett?

Insbesondere die ältere Generation sollte verstärkt auf eine gesunde Ernährung achten, denn für die Gesundheit der Generation über 50 ist eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Fetten wichtig. Wird jedoch zu viel Fett verzehrt und in Depots abgelagert, können das ältere Menschen nur schwer wieder abbauen.

Stand: 11.10.2016

Gesunde Ernährung im Alter ist wichtig - im Bild. älterer Mann mit Apfel in der Hand | Bild: picture-alliance/dpa

Energiebedarf

Wieviel Energie ein Mensch am Tag benötigt um die Grundfunktionen des Körpers zu gewährleisten (Grundumsatz), hängt von verschiedenen Faktoren, wie Alter, Größe, Geschlecht und Muskelmasse ab. Durchschnittlich benötigt ein Mann mit hauptsächlich sitzender Tätigkeit etwa 2200 kcal (eine Frau ca. 1800kcal). Dieser Wert kann bis zu 2800 kcal beim Mann (2200 kcal bei der Frau) ansteigen, wenn überwiegend gehende und stehende Tätigkeiten (Kellner, Handwerker) ausgeführt werden und/oder regelmäßig Sport getrieben wird.

Sinkender Energiebedarf im Alter

Leider sinkt mit dem Alter durch die abnehmende Muskelmasse, durch geringere körperliche Aktivität und durch hormonelle Veränderungen der Energiebedarf, was eine Gewichtsabnahme in höherem Lebensalter erschwert. Deshalb ist es umso wichtiger, dem Muskelabbau durch regelmäßigen Sport entgegen zu wirken.

Also fettärmer essen?

Für ein stabiles Körpergewicht ist es entscheidend, dass die Energiezufuhr und der Energieverbrauch ausgeglichen sind. Eine erhöhte Energiezufuhr kann sowohl durch eine fettreiche als auch durch eine kohlenhydratreiche Ernährung oder beides zugleich erfolgen. Die Empfehlung einer fettbewussten Ernährung basiert auf der Beobachtung, dass die Fettaufnahme mit der Inzidenz an Herzkrankheiten verknüpft ist. Man erhofft sich, dass es durch eine fettreduzierte Kost auch zur Einschränkung der Zufuhr an schlechten gesättigten Fettsäuren kommt, deren Zufuhr häufig über den Empfehlungen liegt.

Die Qualität zählt

Allerdings zeigen Studien immer häufiger, dass es wichtiger ist, das Augenmerk auf die Qualität der Fette und Kohlenhydrate, als nur auf deren Quantität zu legen. Bei der mediterranen Ernährung dominieren Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Getreideprodukte, Olivenöl und Nüssen, gefolgt von Fisch und Meeresfrüchten. Fleisch, Wurst und Süßigkeiten stehen nicht täglich auf dem Speiseplan. Durch den regelmäßigen Verzehr von pflanzlichen Ölen und Fischen liegt die durchschnittliche Fettzufuhr mit etwa 35Prozent über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, wobei hier die guten „ungesättigten“ Fettsäuren dominieren. Studien zeigen, dass sich mit einer mediterran orientierten Kost das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ 2 Diabetes verringern lässt.


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