Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Diagnose Brustkrebs Selbstbeobachtung der Brust

Mindestens einmal im Monat sollte sichjede Frau eingehend mit ihrer Brust befassen, sie beobachten und abtasten. Die ständige Kontrolle schärft die Sensibilität für kleinste Veränderungen.

Stand: 02.11.2017

Für eine frühe Brsutkrebsdiagnose ist das Abtasten der eigenen Brust in regelmäßigen Abständen sinnvoll - im Bild: Frau beim Brustabtasten | Bild: Digital Vision

Die wichtigsten Regeln für die Tastuntersuchung

  • Der beste Zeitpunkt ist kurz nach der Periode.
  • Abtasten am besten unter der Dusche, weil durch das Wasser der Hautwiderstand verringert wird.
  • Die gesamte Brust am besten kreis- oder meanderförmig abfahren und oberflächlich und in der Tiefe abtasten, um etwaige knotige Veränderungen festzustellen, die vorher noch nicht bemerkt wurden.

Beeinflusst die Lebensführung das Brustkrebsrisiko?

"Die eine Ursache für Brustkrebs gibt es nicht. Brustkrebs ist ein multifaktorielles Geschehen. Das heißt: Brustkrebs hat viele Einflüsse. Und insofern ist eine gesunde, ausgeglichene Lebensführung sicherlich hilfreich, aber es gibt zu vielen Dingen keine konkreten Zusammenhänge. Regelmäßige körperliche Aktivität und ein normaler Body Mass Index senken jedoch nachgewiesenermaßen das Brustkrebsrisiko und erhöhen bei bereits betroffenen Frauen die Heilungschancen nach Erstdiagnose."

Prof. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums der LMU München

Erhöht die Einnahme von Hormonen das Brustkrebsrisiko?

In großen Studien hat man herausgefunden, dass Frauen, die Hormone in den Wechseljahren über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren einnehmen, ein etwas erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken als Frauen, die keine Hormone nehmen.

Tipp

"Deshalb ist es wichtig, dass man mit seinem Frauenarzt berät, was für und was gegen die Hormongabe spricht, und für den Einzelfall eine fundierte Entscheidung fällt."

Prof. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums der LMU München


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