Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Jung ins Alter

Von: Gabriele Uitz

Stand: 17.07.2014

Altern ist neben den Genen auch eine Frage der Lebenseinstellung - im Bild: Zwei coole Senioren beim Sporttreiben | Bild: colourbox.com

Altern ist ein Prozess, der im menschlichen Leben vorherbestimmt und unabwendbar ist. Wie und wie schnell ein Mensch altert, liegt an seinen Genen, an den Einflüssen von außen jeglicher Art, denen er ausgesetzt ist, und auch daran, wie er sein Leben selbst gestaltet.

Definition: Was ist Altern?

Studiogast:

Dr. Klaus Timmer, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Notfallmedizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor an der Schlossklinik Rottenburg im Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung (LaKUMed) | Bild: Schlossklinik Rottenburg

Dr. Klaus Timmer, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Notfallmedizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor an der Schlossklinik Rottenburg im Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung (LaKUMed)

Altern ist keine Krankheit, sondern ein unumkehrbarer fortschreitender Prozess, der alle höheren Organismen betrifft. Es betrifft Körper, Seele und Geist des Menschen in unterschiedlicher Art und Weise und hat positive und negative Aspekte gleichermaßen. Altern beginnt mit dem Tag der Geburt und endet mit dem Tod.

"Der Blick des Verstandes fängt an, scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert."

Platon

Was ist Multimorbidität?

In allen Organsystemen kommt es als Folge des normalen physiologischen Altersprozesses zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit und der Ressourcen. Zusätzlich können in diesen Organsystemen zunehmend Erkrankungen auftreten -  eine doppelte Gefährdung von alten Menschen. Als Folge leiden sie schneller als jüngere unter der sogenannte Multimorbidität: das gleichzeitige Vorhandensein verschiedenster Erkrankungen.

"Die meisten Menschen sind auch im Alter glücklich - auch wenn die wenigsten Menschen darüber glücklich sind, alt zu sein."

Dr. Klaus Timmer

Dem Text liegt ein Gespräch mit Dr. Klaus Timmer, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Notfallmedizin, Chefarzt und Ärztlicher Direktor an der Schlossklinik Rottenburg im Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung (LaKUMed) zugrunde.

Der Alterungsprozee ist unaufhaltsam - im Bild: Ein altes und ein junges Gesicht nebeneinander | Bild: colourbox.com zum Artikel Alterungsprozesse Warum wird man alt?

Das Alter beginnt in den Zellen, denn sie teilen sich immer langsamer. Das ist ganz natürlich – aber mit dem Lebenswandel kann jeder beeinflussen wie früh und wie schnell das passiert. [mehr]

Alterserscheinungen reichen von Vergesslichkeit, Depression bis hin zur Appetitlosigkeit und viellemm mehr - im Bild: verzerifelter alter Mann im Rollstuhl | Bild: Reuters (RNSP) zum Artikel Alterserscheinungen Vergesslichkeit, Mangelernährung, Depression

Alles ändert sich im Alter: Körper, Geist und Seele. Alte Menschen haben oft weniger Appetit, vergessen schneller mal etwas und tragen manchmal schwer an Schicksalsschlägen. [mehr]

Bewegung im Alter  ist wichtig, schließlich rostet, wer rastet - im Bild: Älteres Paar beim Sporttreiben in der Natur | Bild: colourbox.com zum Artikel Prophylaxe Langsam und gesund alt werden

Wer rastet, der rostet – das heißt also: wer sich bewegt, bleibt länger beweglich. Und: Wer sich gesund ernährt, bleibt länger gesund. Und trinken nicht vergessen. [mehr]


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