Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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HIV und andere Krankheiten Koinfektionen

Durch den Sexualkontakt übertragene Krankheiten begleiten nicht selten die HIV-Infektion. Dazu gehören Hepatitis, Syphilis und Gonorrhoe. Jede weitere Infektion ist ungünstig für die HI-Infektion.

Stand: 29.11.2012

MTA im Institut für Virologie an der Universität Leipzig, in dem Impfstoffe für Viruserkrankungen entwickelt werden | Bild: picture-alliance/dpa

Hepatitis

Besonders gefährlich sind die chronischen Verläufe der B- und der C-Hepatitis. Auch der Krankheitsverlauf der chronischen Hepatitis wird durch das HI-Virus ungünstig beeinflusst, es kommt häufiger und früher zur Leberzirrhose und zur Spätfolge Leberkrebs.

Syphilis

Syphilis ist eine meist durch sexuellen Kontakt übertragbare Krankheit, die von Bakterien verursacht wird. Früh erkannt, kann die Syphilis mit Antibiotika gut geheilt werden. Wenn sie jedoch nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Bei Menschen mit HIV schreitet die Krankheit oft schneller voran. Bei ihnen bricht sie auch häufiger wieder aus, obwohl sie Medikamente dagegen erhalten haben. Außerdem fällt der Bluttest auf Syphilis bei Menschen mit HIV manchmal negativ aus, obwohl eine Infektion vorliegt.

Gonorrhoe

Die auch Tripper genannte Geschlechtskrankheit wird ebenfalls sexuell übertragen. Verursacht wird Gonorrhoe von Bakterien, die als „Gonokokken“ bekannt sind. Sie können alle Schleimhäute befallen, typischerweise die Harnröhre, aber auch den Enddarm und den Mund- und Rachenraum.

Ein Tripper erhöht das Risiko einer HIV-Übertragung. Bei HIV-Positiven enthalten die entzündeten Schleimhäute besonders viele Viren. Das gleiche gilt für die Flüssigkeiten, die diese Schleimhäute absondern. Bei HIV-Negativen erleichtert die Entzündung dem Virus den Eintritt in den Körper.


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