Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Aufmerksamkeitsstörung im Erwachsenenalter

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 19.01.2016

Überforderte Frau mit Aktenbergen am Schreibtisch | Bild: colourbox.com

Dass Kinder und Jugendliche an ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) erkranken können, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Ungefähr 60 Prozent der Kinder mit ADHS sind aber auch noch im Erwachsenenalter betroffen.

Im Unterschied zu Kindern und Jugendlichen können Erwachsene allerdings aufgrund ihrer Lebenserfahrung einschätzen, wann kritische Situationen auftreten, die ihnen Probleme bereiten könnten.

Der Text beruht auf einem Interview mit Prof. Dr. Michael Rösler, Direktor des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie sowie Sprecher des Neurozentrums am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg.

Nachdenklicher Mann beißt auf seinen Daumen | Bild: colourbox.com zum Artikel Krankheitsbild Definition und Diagnose

Unter ADHS versteht man eine chronische Erkrankung des Gehirns, die mittlerweile gut behandelbar ist. ADHS-Betroffene leiden unter Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. [mehr]

Erwachsene Schüler mehr oder weniger konzentriiert im Unterricht | Bild: colourbox.com zum Artikel Ausprägungen der Erkrankung Unterformen von ADHS

Generell kennt man bei erwachsenen ADHS-Patienten drei Unterformen mit unterschiedlich stark ausgeprägtem Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität. [mehr]

MRT-Bild eines gesunden Gehirns (obere Reihe) und eines erkrankten Gehirns (siehe Kreise, untere Reihe) mit Wissenschaftlerin | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Ursachen der chronischen Erkrankung Woher kommt das ADHS?

Wissenschaftler haben mittlerweile erkannt, dass bei ADHS-Patienten generell einige Hirnregionen nicht so gut aktiviert sind wie bei Gesunden. Ganz allgemein können Reize von ADHS-Patienten nicht adäquat verarbeitet werden. [mehr]

Mann im Gespräch mit einer Ärztin | Bild: colourbox.com zum Artikel Behandlung von ADHS Diverse Therapiemöglichkeiten

Ob ADHS heilbar ist oder nicht, darüber sind sich Wissenschaftler derzeit uneins. Klar ist aber, dass die Schwierigkeiten von 80 bis 85 Prozent der Patienten mit Hilfe von Medikamenten und Psychotherapie verbessert werden können. [mehr]


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