Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Wege aus der Sucht

Von: Holger Kiesel

Stand: 29.03.2017

Junge Frau trinkt gierig Alkohol aus der Flasche | Bild: picture-alliance/dpa

Gefährlich für unseren Körper und auf Dauer auch für unser soziales Leben können alle Arten von Sucht werden. Egal, ob man zu viel trinkt, Tabletten schluckt oder Drogen nimmt. Beziehungen können daran zerbrechen, der Job kann verlorengehen.

Experte:

Prof. Reinhart Schüppel, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik Furth im Wald

Experte:

PD Dr. Bert te Wildt, Oberarzt am LWL-Universitätsklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Ruhr-Universität in Bochum

Aber: Wer rechtzeitig handelt, sein Problem erkennt und den Mut hat, sich Hilfe zu holen, kann auch wieder aus der Abhängigkeit herausfinden. Oder noch besser: gar nicht erst hineingeraten!

Der Text beruht auf einem Gespräch von Holger Kiesel mit Prof. Reinhart Schüppel, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik Furth im Wald und PD Dr. Bert te Wildt, Oberarzt am LWL-Universitätsklinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Ruhr-Universität in Bochum.

Junge Frau gießt sich schlechten Gewissens Rotwein ein. Ihr Freund stellt sie zur Rede. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Folgen der Sucht Körperliche Schäden durch Alkohol und Co.

Alkohol ist ein Zellgift und kann bei längerem Konsum massive Schäden in unserem Körper anrichten. Wir haben zwar in der Leber Enzyme, um den Alkohol abzubauen, aber bereits im 'Vorbeifließen' schädigt er die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts. [mehr]

Junger Mann, sichtlich gestresst am Arbeitsplatz | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Gesellschaftliche Faktoren Suchtfaktor Stress

Zu unserem modernen Leben gehört privater wie beruflicher Stress ganz einfach dazu. Meistens kommen wir ganz gut damit klar, aber wenn es zu viel wird, probieren wir Gegenstrategien aus. [mehr]

Junger Mann schiebt Zehn-Euro-Schein in Glücksspielautomat | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Risikogruppen und Risikofaktoren Das 'Suchtpotential' eines Menschen

Ob jemand süchtig wird, hängt von vielen Faktoren ab: dem familiären Umfeld, in dem er großgeworden ist, seinen Genen. Besonders gefährdet sind Jugendliche in der Pubertät. [mehr]

Die Kernspinthomographie zeigt ein Hirnschnittbild, auf dem Nervenzellenaktivitäten, die zum Beispiel beim Glücksspiel aktiv sind, gelb gekennzeichnet wurden.  | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Entstehung einer Sucht Wann spricht man von Sucht?

Richtet jemand sein Leben nur noch nach einer einzigen Substanz oder Verhaltensweise aus, könnte er süchtig. Aber: Es gibt auch Vorstufen und erste Anzeichen einer Abhängigkeit. [mehr]

Schild mit der symbolischen Botschaft: "Alkoholverbot" | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Therapie und Entzug Hausarzt und Suchtberatungsstellen

Wenn die Entscheidung gefallen ist, dass jemand sein Leben ändern und aus der Abhängigkeit heraus will, ist die erste Anlaufstelle der Hausarzt oder die Suchtberatungsstelle. Dann beginnt der harte Weg der Entgiftung und Entwöhnung. [mehr]

Aushängeschild mit dem Logo der Anonymen Alkoholiker | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Nachsorge und Rückfallgefahr Bewusste Entscheidung und stabiles Umfeld

Nach Entzug und Entwöhnung ist die Abhängigkeit meist noch nicht überwunden. Die Gefahr eines Rückfalls ist gerade in den ersten Monaten sehr groß. [mehr]

Jugendlicher sitzt vor Computerspiel, daneben eine Tüte Chips | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Internetsucht Wann ist man onlinesüchtig?

Wer die Kontrolle über seine Internetnutzung verliert, nur noch an die virtuelle Welt denkt und den allergrößten Teil seiner Zeit im Netz verbringt, der ist womöglich onlinesüchtig. [mehr]

Laptop mit laufendem Computerspiel, daneben Chips und Bier | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Soziale Faktoren der Onlinesucht Leistungsdruck und schwaches Selbstwertgefühl

Internetsüchtige fühlen sich häufig in der realen Welt nicht richtig wohl oder ausgegrenzt, haben oft ein geringes Selbstwertgefühl. Angehörige sollten dem Rückzug in die virtuelle Welt rechtzeitig etwas entgegensetzen. [mehr]

Junger Mann in der Suchtberatungsstelle | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Hilfe bei Onlinesucht Wohin kann man sich wenden?

Wer internetsüchtig ist, braucht Hilfe. Er muss lernen, die viele Zeit, die er bislang vor dem Rechner oder dem Smartphone verbracht hat, wieder anders und damit sinnvoller zu nutzen. [mehr]

Das Rauchen aufzuhören ist leichter gesagt als getan - im Bild: Frau beim Anzünden einer Zigarette | Bild: Getty Images zum Thema Rauchen aufhören Moderne Methoden der Raucherentwöhnung

Mehr als 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland frühzeitig, weil sie Zigaretten rauchen - das ist so, als würde täglich ein voll besetzter Jumbo-Jet abstürzen. Der größere Teil stirbt an Krebserkrankungen. [mehr]


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