Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Operation am Rücken Methoden

Welches Ziel eine Operation an der Wirbelsäule verfolgt, hängt vom Krankheitsbild ab. So gilt es bei Eingriffen an der Bandscheibe oder Spinalkanalstenosen, die eingequetschten Nerven zu entlasten (Dekompression).

Stand: 09.03.2017

Karbonimplanrat das üblicherweise bei Schäden an der Lendenwirbelsäule eingesetzt wird | Bild: picture-alliance/dpa

Beileibe nicht jeder Bandscheibenvorfall muss operiert werden. Doch wenn ein Eingriff unausweichlich ist, weil entweder den Schmerzen anders nicht beizukommen ist oder Lähmungserscheinungen auftreten, dann hat der Patient heutzutage einen überschaubaren Eingriff vor sich.

"Eine Operation an der Bandscheibe kann man als minimal-invasiven Eingriff bezeichnen - egal ob er über einen offenen Schnitt von zwei bis drei Zentimeter Länge stattfindet oder nur über kleine Röhrchen, die man bis zur Wirbelsäule einführen kann, um dann mit Hilfe eines Mikroskops zu operieren. Im Ergebnis macht das keinen großen Unterschied. Das dauert in der Regel 45-60 Minuten und der Patient ist danach zügig wieder fit und belastbar."

Prof. Meyer

Operationen bei Spinalkanalstenose

Je nach Ausprägung können Spinalkanalstenosen an einer oder auch mehreren angrenzenden Wirbeln operiert werden. Der Chirurg weitet den verengten Wirbelkanal, indem er Knochenmaterial oder verdickte Bandstrukturen entfernt. Diese Operation wird ebenfalls unter dem Mikroskop über einen kleinen Schnitt am Rücken durchgeführt und dauert ebenfalls nur 45-60 Minuten. Die meisten Patienten bemerken trotz Wundschmerzen schon direkt nach der Operation bereits eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden.


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