Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Trockenheit und Feuchtigkeit Nur, wer sich anpasst, erholt sich

Achten Sie nicht nur in warmen Ländern darauf, genug zu trinken und ihrem Körper genügend Nährstoffe zu geben. Auch in größeren Höhen ist der Körper belastet und trocknet wegen trockener Luft und dem geringerem Luftdruck schneller aus. Am empfindlichsten reagieren darauf die Schleimhäute, was zu schmerzhaften Entzündungen im Hals und Nasenbereich führen kann.

Von: Johannes von Creytz

Stand: 10.07.2018

Über fünf Jahre war der Fotograf und Autor Michael Martin mit verschiedenen Teams weltweit unterwegs, um die Landschaften und Lebensräume der Wüsten und Polarregionen unserer Erde zu erkunden. Er erlebte Hitze und Trockenheit, klirrende Kälte und monatelange Dunkelheit. | Bild: BR/Michael Martin

In Wüstenregionen sollten deshalb neben einer Flasche mit Wasser immer auch Nasentropfen oder eine Nasensalbe im Gepäck sein. Kontaktlinsenträger sollten in trockenen Regionen außerdem immer ausreichend Pflegemittel, Augentropfen und eine Ersatzbrille dabei haben.
Dünne Tücher oder Schals schützen die Haut im Gesicht, Hals und Nacken nicht nur vor Sonne, sondern auch vor Wind, Sand, Staub und Kälte.

Ohrenschmerzen und Wassersport

Eine der häufigsten Reisekrankheiten von Wassersportlern ist die schmerzhafte Entzündung der Gehörgänge. Feuchtwarmes Klima, Körperwärme und Ohrenschmalz bieten den idealen Nährboden für mit Wasser in die Ohren eingespülte Bakterien. Geschützt vor UV-Strahlung und Handtuchrubbeln können sie sich explosionsartig vermehren und schmerzhafte Entzündungen verursachen. Nach jedem Aufenthalt im Wasser sollten Gehörgänge deshalb gründlich getrocknet werden. Wer sicher gehen will, kann die Gehörgänge einmal pro Tag vorsichtig mit Wattestäbchen austupfen.

Hygiene ist wichtig – auch bei noch so kleinen Verletzungen

Ein feucht-warmes Klima kann eine Mücke schnell zum Elefanten machen. Zumindest, was die Nebenwirkungen ihres Stiches angeht. Aufgekratzte Insektenstiche, harmlose Schürfwunden oder kleine Schnitte können in tropischen Regionen schnell zu großen, eitrigen Entzündungen werden. Deshalb:

Desinfektion

Desinfizieren Sie verletzte Stellen immer dem Desinfektionsmittel aus ihrer Reiseapotheke. Pflaster oder Verbände sollten mindestens morgens und abends gewechselt werden und setzen sie verletzte Stellen nicht der prallen Sonne aus. Klingt eine Entzündung nicht nach wenigen Tagen ab, bitte immer einen Arzt aufsuchen.
Für Sportler sind besondere wasserdichte Pflaster oder selbsthaftende Stretch-Verbände ein Segen. Sie verrutschen nicht so leicht und schützen so die Verletzte Stelle auch bei Beanspruchung.


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