Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Wenn der Magen schmerzt Was kann dahinter stecken?

Manche spüren ihren Magen sehr schnell, weil er empfindlich auf alle möglichen Störungen reagiert, Mediziner sprechen dann von einem Reizmagen. Auslöser können bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol, Medikamente oder Stress sein. Es gibt Menschen, die unter Belastung mit Kopfschmerzen oder Durchfall reagieren, andere haben in so einem Fall eher Probleme mit dem Magen.

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 06.06.2016

Frau liegt gekrümmt auf Sofa, hält sich vor Schmerz die Hände auf den Bauch. | Bild: imago/Jochen Tack

Eine Schwachstelle des Magens ist der Mageneingangsbereich, denn manchmal ist der Muskelapparat am unteren Teil der Speiseröhre geschwächt und kann dann nicht mehr ausreichend verhindern, dass der angedaute Mageninhalt nach oben steigt: Mediziner sprechen von einem Zwerchfellbruch. Auch fettreiches Essen und Lakritze können diesen Muskelapparat schwächen. Derselbe Effekt wird außerdem Kaffee, Tee und Kakao zugeschrieben. Wirklich gesichert ist das jedoch nicht.

Stress

Unter Stress kann die Muskulatur im Magen gestört werden, die in der Regel durch ein Wechselspiel von Sympathikus und Parasympathikus reguliert wird. So eine Störung führt zu veränderten Bewegungen des Magens. Stress kann auch dazu führen, dass sich der Magen schneller entleert, was seine Bewegungen beschleunigt, Patienten haben dann krampfartige Muskelschmerzen in der Magengegend.

Entzündete Schleimhaut

Nach fettem Essen oder zu viel Alkohol kann sich außerdem die Magenschleimhaut entzünden. Dann spürt man, wie sich der Magen verkrampft. Vielen Patienten ist übel, manche müssen zusätzlich auch erbrechen.

Sodbrennen

Bereits ein Drittel der Bevölkerung in den westlichen Industrieländen berichtet, schon einmal Sodbrennen gehabt zu haben, viele sogar mehrmals. Oft ist das verbunden mit so genanntem saurem Aufstoßen, bei dem der Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt, manchmal sogar bis in die Mundhöhle.

"Sodbrennen ist ein brennender, heller Schmerz, der nach oben aufsteigt und meistens nach einer Mahlzeit auftritt, manchmal aber auch nachts im Liegen."

Prof. Dr. Burkhard Göke.


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