Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Karies Wenn Zähne faul werden

Es gibt zwei Zahn-Hartsubstanzen, die bei Karies eine Rolle spielen. Zum einen den Zahnschmelz, darunter kommt das Zahnbein, auch Dentin genannt. Eine dritte Schicht, das Wurzelzement auf der Zahnwurzel, ist so dünn, dass es im Zusammenhang mit Karies vernachlässigbar ist.

Von: Klaus Schneider

Stand: 01.08.2016

Kariöser Weisheitszahn | Bild: picture-alliance/dpa

Grob gesagt, wird bei Karies der Zahnschmelz durch Säuren aufgelöst. Der Bakterienrasen auf den Zähnen – die sogenannte Plaque – verstoffwechselt Kohlenhydrate in Form von Zucker und verwandelt sie in Säuren. Diese Säuren lösen den Zahnschmelz auf.
Nachdem der Zahnschmelz aufgelöst ist, haben Bakterien freien Zugang zum Zahnbein und lösen gewissermaßen einen Fäulnisprozess aus.

Ursachen für Karies

Im Grunde hat Karies zwei Ursachen:

  • mangelnde Zahnhygiene
  • zuckerreiche Ernährung

Somit liegt letztlich die Verantwortung beim Menschen selbst.

Alterskaries

Wenn man sie richtig pflegt, können Zähne bis zum Tod halten. Leider ist es jedoch oft so, dass je älter Menschen werden, sie desto mehr Krankheiten haben. Das kann sich auch auf die Zähne auswirken. Zum Beispiel kann der Speichel aufgrund der Einnahme von Medikamenten weniger werden, somit auch die Spülwirkung und die Remineralisation für die Zähne. Hinzu kommt, dass viele Leute im Alter nicht mehr Hauptmahlzeiten essen, sondern kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auch dadurch werden die Zähne weniger mithilfe des Speichels geputzt.
Ein weiterer Punkt: Gegen Ende des Lebens bleibt vielen Menschen als Geschmacksnuance nur noch süß über, die anderen Nuancen gehen verloren. Somit ergibt sich ein Teufelskreis, mit dem so manch älterer Mensch in eine sogenannte Alterskaries hineingerät.


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