Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Sonnenschutz Die Haut vor UV-Strahlen abschirmen

Der beste Sonnenschutz ist immer ein echter Schatten. Strandzelt, Sonnenschirm oder spezielle UV-Schutz-T-Shirts sollten bei längeren Aufenthalten in der prallen Sonne immer dabei sein. Sonnencreme sollte man trotzdem nie vergessen. Auch nicht bei schlechtem Wetter.

Von: Johannes von Creytz

Stand: 10.07.2018

Zwei Männer genießen am Strand in Barcelona (Spanien) die Sonne. | Bild: dpa-Bildfunk/Manu Fernandez

Besonders hoch ist die Strahlung am Wasser, weil sie von dort reflektiert wird. Beim Schnorcheln empfiehlt es sich, einen Shorty anzuziehen und die Fersen besonders zu schützen, weil diese immer aus dem Wasser schauen.

Schlechtes Wetter bietet nicht immer Schutz

Wolkenschichten filtern nur bis zu einem Drittel der UV-Strahlung aus dem Tageslicht. Das bedeutet: Auch in Regionen wie Großbritannien oder Skandinavien, kann man sich einen Sonnenbrand holen. Am wirkungsvollsten ist immer noch schützende Kleidung. Kopfbedeckungen sollten vor allem Stellen beschatten, die grundsätzlich immer dem Tageslicht ausgesetzt sind. Das sind die sogenannten Sonnenterrassen: Ohren, Nase, Wangenpartien und die Lippen. Wenn der Hut zu klein ist, sollte man mit einem extra wasserfesten Stift oder einer Sonnencreme mit extra hohem Lichtschutzfaktor nachcremen.

Sonnencremes

Wählen Sie den Lichtschutzfaktor je nach Hauttyp und Reiseziel, im Zweifel immer für höheren Faktor (20-50) entscheiden.

Wichtig ist, dass die Cremes gegen beide Wellenlängen der UV-Strahlung schützen. Die kurzwellige UV-B Strahlung sowie die langwellige UV-A Strahlung.

UV-B verursacht nicht nur Sonnenbrand sondern wird auch für Hautkrebs verantwortlich gemacht. UV-A gilt als Verursacher von Hautalterung und Bindegewebeveränderungen.

10, 30, 50? Was ist der richtige Lichtschutzfaktor?

Kinder haben dünnere Haut mit weniger natürlichen Abwehrmechanismen gegen UV-Strahlung. Außerdem halten sie sich im Schnitt dreimal so viel im Freien auf wie Erwachsene. Kinder bis zum Alter von einem Jahr sollte man direkter Sonneneinstrahlung überhaupt nicht aussetzen. Später, bis zum Alter von ungefähr 13 Jahren, gilt der Lichtschutzfaktor 50. Älter als 13 ist dann zunächst eine Unterteilung in vier Hauttypen entscheidend.

Die vier Hautempfindlichkeiten:

1: Meistens dunkle Haare, bekommen nur ganz selten einen Sonnenbrand
2: Bekommen nicht so leicht einen Sonnenbrand und werden bräunen besser
3: Meistens blond, werden beim Sonnen mäßig braun
4: Meistens rotblond, mit heller Hautfarbe und Sommersprossen

Multipliziert man seine Empfindlichkeit mit dem für das Reiseland angegebenen UV-Index, so kommt man zu dem Lichtschutzfaktor, den man mindestens verwenden sollte. Eine weltweite Vorhersage für den fraglichen UV-Index bekommt man u.a. auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes:

Beispiel:

„Hauttyp 4“ x „UV-Index für Rimini 8“ = 4 x 8, ergibt einen Lichtschutzfaktor von mindestens 32.

Sonnencreme und Wasser

Wer schwitzt oder badet, sollte sich generell öfter eincremen. Wasserfest bedeutet erstens nicht handtuchfest, und zweitens besagt es nur, dass nach 20 Minuten Wasserkontakt maximal die Hälfte des Lichtschutzfaktors verloren sein darf.

Sonnenbrand im Wasser

Ohne Creme ins Wasser zu gehen, ist schlecht. In einem Meter Wassertiefe hat die UV-Strahlung noch bis zu zwei Drittel ihrer Intensität.

Tattoos besonders schützen

Tattoo-Liebhaber sollten übrigens immer eine Tube mit Lichtschutzfaktor 50 dabei haben. Von der Sonne ausgebleichte Pigmente des Tattoos sehen auch auf einem braungebrannten Körper nicht schön aus.

Besondere Cremes für eisige Temperaturen

In Gebieten mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sollten Hautcremes generell nicht wasserlöslich sein. Feuchtigkeit in Haut und Cremes kann gefrieren und schwere Frostbeulen verursachen.


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