Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Kinder im seelischen Tief - was tun?

Von: Monika Dollinger

Stand: 21.06.2016

Junge mit Tränen im Gesicht | Bild: Photosphere

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche können an Depression erkranken. Nach unterschiedlichen Schätzungen leiden zwischen zwei und vier Prozent der Kinder über zwölf Jahren zeitweise an einer Depression.

Experte:

Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Klinikums der Universität München.

Ebenso wie Erwachsene brauchen depressive Kinder und Jugendliche Hilfe - von ihren Eltern, ihren Freunden, ihren Lehrern - vor allem, weil sie selbst häufig ihre Krankheit nicht als solche erkennen. Besteht die Traurigkeit, der Rückzug und die verminderte Aktivität länger als zwei Wochen, sollte unbedingt eine professionelle Untersuchung durchgeführt werden, denn nur, wenn die Probleme des Kindes und Jugendlichen richtig erkannt und verstanden werden, ist wirksame Hilfe möglich.

Der Text basiert auf einem Gespräch mit Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Klinikums der Universität München.

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