Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Darmkrebsprävention Der Darm sendet Alarmsignale

Gesunde Ernährung hilft auf vielfältige Weise, unseren Darm gesund zu erhalten. Dabei besonders wichtig: ballaststoffreich essen!

Von: Holger Kiesel

Stand: 07.03.2016

Computerbild des Darmtraktes mit symbolisiertem Darmkrebs | Bild: mauritius-images

Kommt der Darm mit der aufgenommenen Nahrung nicht gut zurecht, sendet er entsprechende Signale, etwa in Form von Blähungen, Bauchschmerz, Verstopfung oder Durchfall.

"Da wir ja auch immer wieder mit dem experimentieren, was wir besonders gut vertragen bzw. was uns schmeckt, sind solche Beschwerden kein Problem, solange sie gelegentlich vorkommen. Bedenklich wird es erst, wenn sie dauernd auftreten."

Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor am Klinikum Hamburg-Eppendorf.

Wie viel Stuhl ist normal?

Die durchschnittliche Stuhlmenge täglich liegt bei etwa 200 Gramm. Allerdings sind hier die Schwankungen sehr groß: Dreimal wöchentlich Stuhlgang können genauso normal sein wie zweimal täglich. Die Stuhlmenge kann vorübergehend (bedingt durch das Ernährungsverhalten) ansteigen. Ist sie dauerhaft zu groß bei veränderter Konsistenz, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was den Darm schützt

Besonders wichtig, um den Darm gesund zu erhalten ist ballaststoffreiche Kost. Sie fördert nicht nur die Verdauung, sondern stärkt auch die Darmflora. Vor allem mediterrane Ernährung ist hier zu empfehlen. Weißes Fleisch (Geflügel oder Fisch) statt rotem, viel Obst und Gemüse, Müsli und verschiedene Getreidezubereitungen sind günstig.

Bekommen Vegetarier seltener Darmkrebs?

Bei Menschen, die sich fleischlos ernähren, ist die Quote derer, die an Darmkrebs erkranken, tatsächlich etwas niedriger. Das dürfte allerdings weniger mit dem Verzicht auf Fleisch an sich zu tun haben. Vielmehr ist es wohl der Tatsache geschuldet, dass Vegetarier und Veganer seltener übergewichtig sind und damit ein ganz entscheidender Risikofaktor wegfällt.

Wenn der Darm öfter Probleme macht

Wer häufig Darmprobleme wie Durchfall, Blähungen oder Verstopfung hat, sollte einen Facharzt aufsuchen, um eine Darmspiegelung machen zu lassen. Liegt kein Befund vor, kann man versuchen, die Darmflora mit vorsichtigen Maßnahmen wie Flohsamen oder Weizenkleie (einen Esslöffel in einem großen Glas Wasser trinken) positiv zu beeinflussen.


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