Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 15.05.2014

Asthma kann man auf versxchiedenen Wegen beikommen: schulmedizinisch oder mit Naturheilverfahren - im Bild: Frau inhaliert Dämpfe mit Inhalationsgerät | Bild: picture-alliance/dpa

Wer Asthma hat, bei dem reagieren Bronchialschleimhaut und -muskulatur extrem empfindlich und übermäßig auf äußere Reize. Anfallsartig verkrampft sich die um die Atemwege herumlaufende Muskulatur (Bronchospasmus). So kommt es zu Atemnot, auch nachts oder am frühen Morgen – ganz unabhängig von körperlicher Belastung.

Zu viel und zäher Schleim

Esperte und Studiogast:

Der Text basiert auf einem Interview mit Dr. med. Artur Wölfel, Ärztlicher Leiter des Krankenhauses für Naturheilweisen in München Harlaching

Zusätzlich schwillt die Schleimhaut der röhrenförmigen Bronchien an und die Öffnung der Atemwege wird enger. Und gleichzeitig produziert diese innere Auskleidung der unteren Atemwegen in große Mengen Schleim, der sich in der Zusammensetzung von einem normalen Schleim unterscheidet (in der Fachsprache Hyperkrinie genannt). Auch ist er extrem zäh, kann die Bronchien verstopfen und lässt sich nur schwer abhusten (Dyskrinie).

Wie fühlt sich Asthma an?

Zwei Bronchiolen (= kleinere Bronchien) im Vergleich: links die grafische Darstellung einer gesunden Bronchiole, rechts die einer asthmatischen.

Asthma-Patienten haben keine Schwierigkeiten beim Ein-, sondern beim Ausatmen. Denn weil sich ihre verkrampften Bronchien nicht öffnen, bekommen sie die Luft nicht wieder aus der Lunge heraus. Sie haben das Gefühl, als müssten sie gegen einen Widerstand ausatmen. Diese Atemnot tritt anfallsartig auf und ist durch Medikamente reversibel.

Verschiedene Auslöser und Ursachen

Dem chronischen Asthma und den akuten Asthmaanfällen liegt häufig folgendes zugrunde:

  • Allergene z.B. von Hausstaub, Haaren der Haustiere (vor allem Katzen), Pollen
  • Virale oder bakterielle Infektion der Atemwege
  • Eine nicht sorgfältig behandelte Bronchitis in den ersten Lebensjahren (bei Kindern)
  • Genetische Disposition

Asthma: manchmal allergisch bedingt

Die Einteilung des Asthma erfolgt in zwei Gruppen: allergisch und nicht allergisch.

- Extrinsic Asthma

Allergisches (extrinsic) Asthma wird durch Stoffe aus der Um- und Arbeitswelt bis hin zu Pollen ausgelöst. Der Ablauf ist immer gleich: Das Immunsystem stuft an sich harmlose Stoffe als gefährlich ein und produziert dagegen eine heftige Abwehrreaktion in den Atemwegen, wie zum Beispiel zähen Schleim und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur.

- Intrinsic Asthma

Diese Form von Asthma wird in erster Linie durch virale oder bakterielle Infektionen des Respirationstraktes (Gesamtheit des Atemweges) oder durch Analgetika (Schmerzmittel) ausgelöst. Betroffene sind gehäuft anfällig für Infekte der oberen Atemwege, haben vielleicht sogar eine chronische Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung.

Bei Asthma können homöopathische Arzneimittel helfen - im Bild homöopathische Kügelchen auf einem Plastiklöffel mit Kleinkind im Hintergrund | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Homöopathie und mehr Therapieansätze der Naturheilkunde

Gerade bei Krankheiten wie Asthma suchen viele Patienten Alternativen zu Schulmedizin. Die gibt es zwar nicht, aber es gibt gute zusätzliche Methoden in der sogenannten Komplementärmedizin. [mehr]

Für Asthma-Patienten ist die sogenannte reflektorische Atemtherapie (RAT) eine weitere Therapiemöglichkeit aus der Naturheilkunde - im Bild: Frau bei der sogenannten reflektorischen Atemtherapie | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Atemtherapie RAT Wieder atmen lernen

Nicht richtig Luft zu bekommen, kann ganz schöne Angst auslösen. Nicht nur deswegen ist es sinnvoll, sich mit seinem Atmen auseinanderzusetzen und es zu verbessern. [mehr]


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