Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Elisabeth Hör-Bogacz Gedanken zum Tag

Meditatives Gehen ist eine lebensnahe Praxis, die wir leichter in unseren normalen Alltag integrieren können, als wir denken.

Stand: 16.01.2021

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

16 Januar

Samstag, 16. Januar 2021

Meditatives Gehen ist eine lebensnahe Praxis, die wir leichter in unseren normalen Alltag integrieren können, als wir denken. Die einfachste Form besteht darin, jeden Schritt so bewusst wie möglich wahrzunehmen. Zum Beispiel, indem wir eine Treppe achtsam hinaufgehen und Stufe für Stufe mit derselben Achtsamkeit wieder hinuntergehen. In der Gehmeditation sind wir mit jedem Schritt genau da, wo wir sein wollen, im Jetzt Besonders praktisch ist: Gehen und meditieren kann man in jeder kleinen Pause und fast überall! In geschlossenen Räumen wie im Freien, auf dem Weg vom Büro zum Auto, im Garten, am Flughafen, im Wald oder an einer Haltestelle, während man auf den Bus wartet. Wartezeiten sind ideal um sich meditierend in Geduld zu üben. Wir können die Gehmeditation auch mit anstehenden einfachen Tätigkeiten im Haushalt verbinden. Zum Beispiel, wenn wir leere Flaschen zum Container bringen. (…) Wenn wir gehend meditieren, zentrieren wir uns, indem wir unsere Aufmerksamkeit auf den Kontakt unserer Füße mit dem Untergrund richten. Dabei sollten wir uns bewusstmachen, dass jeder Schritt eine (Lebens-)Spur hinterlässt, selbst wenn wir sie mit unseren Augen nicht immer sehen können und sich unser Leben oft zu flüchtig anfühlt. Spirituell betrachtet heißt das: Wir sind.

Entnommen aus: Elisabeth Hör-Bogacz "Gehen, ein leichtfüßiges Glück. Kreative Auszeiten für Körper, Geist und Seele", Integral Verlag, München


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