Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Reshad Feild Gedanken zum Tag

Wenn wir beim Aufstehen absolut wach und bewusst sind, gelingt es uns, den Atem, das Wort und den Klang der unterschiedlichen Aspekte des Tages und der Nacht nahtlos ineinander übergehen zu lassen.

Stand: 12.01.2021

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

12 Januar

Dienstag, 12. Januar 2021

Wenn wir beim Aufstehen absolut wach und bewusst sind, gelingt es uns, den Atem, das Wort und den Klang der unterschiedlichen Aspekte des Tages und der Nacht nahtlos ineinander übergehen zu lassen. Viele von uns haben die Angewohnheit, blindlings aus dem Bett zu fallen und sich ziellos in den Tag hineintreiben zu lassen. Stattdessen sollten wir am Morgen als erste Übung die Entscheidung treffen, bewusst aufzustehen. Keine Angst, unser Bett wird uns im Laufe des Tages sicher nicht davonlaufen! Unsere volle Aufmerksamkeit gilt exakt dem Moment, da beide Fußsohlen den Boden berühren. Dann bringen wir uns selbst diesem neuen Tag dar und bitten: "Möge es mir heute erlaubt sein zu dienen." Wir beten ein Gebet unserer Wahl und erinnern uns des Atems. Dann wenden wir uns den Dingen zu, die getan werden müssen. Sie werden überrascht sein, wie hilfreich es ist, den Tag auf diese Weise zu beginnen. Der Morgen geht weiter. Wir frühstücken und machen uns auf den Weg zur Arbeit. Wenn wir unseren Atem im Laufe des Tages genau beobachten, werden uns Veränderungen auffallen. Es ist, als würde der Strom unseres Atems von einer Art inneren Gangschaltung reguliert und als seien die verschiedenen Gänge abhängig von dem, was im jeweiligen Augenblick gerade geschieht.

Entnommen aus: Reshad Feild "Atmen Sie, um Gottes Willen! Vorträge über die mystische Kunst und Wissenschaft des Atems", aus dem Englischen von Robert Cathomas, Chalice Verlag, Xanten 2013


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