Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Johanna Haberer Gedanken zur Adventszeit

Advent ist eine Zeit, in der ich darauf warte, dass Gott sein Versprechen einlöst. Es ist eine Zeit, in der ich der Sehnsucht Raum geben darf.

Stand: 14.12.2020

14 Dezember

Montag, 14. Dezember 2020

Advent ist eine Zeit, in der ich darauf warte, dass Gott sein Versprechen einlöst. Es ist eine Zeit, in der ich der Sehnsucht Raum geben darf. In diesen Wochen muss ich nicht rechnen und kalkulieren, was ist in meinem und in unserem Leben möglich und was ist unmöglich. Advent ist eine Zeit der großen Träume, der großen Sehnsucht und der großen Hoffnung. Da ist zum Beispiel ein großes Versprechen an ein kleines Dorf: Das Dorf Bethlehem, das damals wie heute im westlichen Jordanland liegt. Der Prophet Micha schreibt im Alten Testament: "Du, Bethlehem, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei… Und er wird der Friede sein." Rund siebenhundert Jahre vor Christus wird dieses Versprechen formuliert und niedergeschrieben. Dann wird dort ein Kind geboren, das die Welt verändert. Aus einem armen Dorf kommt der Mann, der für das ganze Land, den ganzen Erdball den Frieden bringen will.. Dass wir die Hoffnung nicht aufgeben, das macht die Adventszeit, alle Jahre wieder. Für wenige Wochen wollen wir fest darauf vertrauen, dass im Heiligen Land und im Rest der Welt die Menschen eines Tages friedlich beieinander wohnen, weil da einer auftritt, der die große Vision und der die große Phantasie für den Frieden hat.

Johanna Haberer / unveröffentlichter Text


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