Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Bärbel Wardetzki Gedanken zum Tag

Unser Vertrauen ins Leben können wir stärken, indem wir mehr auf unser Herz hören als nur auf unseren analytischen Verstand.

Stand: 14.10.2020

14 Oktober

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Unser Vertrauen ins Leben können wir stärken, indem wir mehr auf unser Herz hören als nur auf unseren analytischen Verstand. (…) Unser Herz sagt uns, wo der Weg hingehen soll, was gut und was schädlich für uns ist. In einer Welt aus lauter Kontrolle, Planung, Struktur und Getaktetsein durch Termine mutet so eine Haltung ziemlich fremd an. Wie soll ich auf mein Herz hören, wenn ich von außen bestimmt werde? Und was ist überhaupt mit dem Herzen gemeint? Auf das Herz hören bedeutet, seine Impulse, Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen. Gerade in Veränderungszeiten, die viel von uns fordern, ist es wichtig, den Bezug zu uns selbst nicht zu verlieren. Wenn wir wachsam sind, dann spüren wir, ob wir in Einklang mit uns sind oder nicht. Das hilft, erfüllter zu leben und zufrieden zu werden. Wir setzen Grenzen, wo uns etwas schadet, und sagen Ja zu den Menschen, die uns guttun. Folgen wir unserem Herzen, dann hören wir auf, uns ständig zu bewerten und zu vergleichen. Dadurch werden wir ruhiger, entspannter und weniger getrieben. Das schaffen wir jedoch nur, wenn wir loslassen von der Frage, was die anderen von uns wollen, wie wir sein sollen, denn wir finden die Antwort in uns selbst. Wir allein wissen, wer wir sind und was wir brauchen. Und dieses Wissen hilft uns, Veränderungen zu unseren Gunsten einzuleiten.

Entnommen aus: Bärbel Wardetzki "Loslassen & dranbleiben. Wie wir Veränderungen mutig begegnen", Kösel Verlag, München 2019


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