Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Miriam Junge Gedanken zum Tag

Mir ist es wichtig, morgens selbstbestimmt und achtsam in den Tag zu starten, ohne gleich von Außenreizen überflutet zu werden.

Stand: 02.10.2020

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

02 Oktober

Freitag, 02. Oktober 2020

Mir ist es wichtig, morgens selbstbestimmt und achtsam in den Tag zu starten, ohne gleich von Außenreizen überflutet zu werden. (…) Aber ich habe mich regelmäßig dabei ertappt, dass ich dann doch - schlaftrunken und unbewusst - sofort das Handy eingeschaltet haben muss. Denn plötzlich erschienen neue E-Mails, Nachrichten und Erinnerungen auf meinem Handydisplay. Sobald mir bewusst wurde, dass ich ungewollt mit Informationen überflutet wurde, musste ich mich fast dazu zwingen, das Handy wieder wegzulegen. (…) Die Achtsamkeit war dahin, und ich konnte nicht mehr so selbstbestimmt in den Tag starten, wie ich es mir eigentlich vorgenommen hatte. (…) Wie sollte ich das ändern? Ich musste mich austricksen. (…) Ich legte mir schließlich einen analogen Wecker zu, und mein Handy musste über Nacht im Badezimmer bleiben. Zu Beginn fühlte sich das wie ein kleiner Entzug an. (…) Nach drei Tagen waren die "Entzugssymptome" abgeklungen, und ich konnte das Handy wieder neben mir am Bett liegen haben, um morgens per App eine kleine Morgenmeditation im Bett zu machen - im Flugmodus! Das ist seitdem auch so geblieben - ich habe das für mich negative Verhaltensmuster durchbrochen und dafür ein neues, wohltuendes Verhalten in meinen Alltag integriert.

Entnommen aus: Miriam Junge "Kleine Schritte mit großer Wirkung. Mit minimalen Veränderungen zu maximaler Zufriedenheit", Kösel Verlag, München 2020


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