Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Sylvia Wetzel Gedanken zum Tag

Gleichmut wurzelt in Dankbarkeit, Freude und Mitgefühl. Gleichmut entfaltet sich dann, wenn wir uns über uns selbst, unsere Mitmenschen und das Leben an sich freuen können.

Stand: 05.08.2020

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

05 August

Mittwoch, 05. August 2020

Gleichmut wurzelt in Dankbarkeit, Freude und Mitgefühl. Gleichmut entfaltet sich dann, wenn wir uns über uns selbst, unsere Mitmenschen und das Leben an sich freuen können, wenn wir dankbar für die vielen Möglichkeiten und günstigen Bedingungen sind und mitfühlend mit den eigenen Schwierigkeiten und denen anderer Menschen umgehen können. Gleichmut zu entfalten ist nicht leicht, sondern ein Ergebnis lebenslangen Übens. Damit Gleichmut entsteht, braucht es einige Einsichten: Schwierigkeiten sind ein Teil des Lebens. Niemand ist daran schuld, weder andere Menschen noch äußere Umstände noch wir selbst. Solange wir unsere Gefühle nicht verstehen und damit umgehen können, solange wir an Ansichten und Vorurteilen, emotionalen Mustern und eingefahrenen Gewohnheiten hängen, geraten wir immer wieder in Schwierigkeiten. Das ist normal. Niemand ist schuld, aber es geschieht. So zu denken ist schon der erste Schritt hin zum Gleichmut. (…) Gleichmut ist etwas anderes als Gleichgültigkeit. Wenn uns etwas oder jemand gleichgültig ist, dann verschließen wir unser Herz. (…) Mit Gleichmut fühlen wir uns mutig und stark, lebendig und ruhig.

Entnommen aus: Sylvia Wetzel "Lass los, was dich beschwert: Meditationen für die innere Leichtigkeit", in Zusammenarbeit mit Susanne Billig, Herder Verlag, Freiburg 2018


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