Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Helmut Zöpfl Gedanken zum Tag

Mit großem Interesse verfolge ich schon viele Jahre die Bemühungen von Astronomen, irgendwo im fernen Weltall einen Planeten zu entdecken, der unserer Erde ähnlich sein könnte.

Stand: 10.01.2020

10 Januar

Freitag, 10. Januar 2020

Mit großem Interesse verfolge ich schon viele Jahre die Bemühungen von Astronomen, irgendwo im fernen Weltall einen Planeten zu entdecken, der unserer Erde ähnlich sein könnte. Gerade lese ich von einem Stern namens G 357, der 31 Lichtjahre entfernt "habitabel" sein könnte, d.h. die Voraussetzungen für Leben böte. Ich als bescheidener Amateurastronom habe allerdings meine Zweifel, ob dieses "bewohnbar" auch schon automatisch "bewohnt" bedeutet. Bedeutet "gleiche Konditionen" automatisch schon "ein fertiges Produkt". Ein kleines Beispiel: Sie haben ein wunderbares Backrezept für einen Gugelhupf erhalten. So und nun liegt alles bereit: Mehl, Butter, Hefe, Gewürze, alles sogar genau abgewogen. Die Gugelhupf-Konditionen sind also voll gegeben. Sogar der Backofen ist bereit. Aber nun? Mischen sich die Zutaten automatisch? Bekommen sie automatisch die richtige Form? Wer legt das vorläufige "Gugelhupf-Ergebnis" aufs Backblech und in den Ofen? Wer stellt die richtige Backzeit ein? Wer holt den fertigen Gugelhupf wieder heraus, usw.? Glaubt man tatsächlich, dass die Bedingungen automatisch zum "Werk" werden? Ich jedenfalls freue mich jeden Tag neu, dass ich auf diesem wunderbaren Stern Erde leben darf. Und deshalb wäre es halt dringend notwendig, dass wir alles tun, um dieses Geschenk möglichst heil zu erhalten.

Helmut Zöpfl / unveröffentlichter Text


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