Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Elmar Gruber Gedanken zum Tag

Ich werde oft gefragt, ob ich doch ein bisschen etwas vom Himmel wüsste, etwas, worauf wir hoffen können.

Stand: 04.01.2020

04 Januar

Samstag, 04. Januar 2020

Ich werde oft gefragt, ob ich doch ein bisschen etwas vom Himmel wüsste, etwas, worauf wir hoffen können. Beim Gedanken an den Himmel wird sichtbar, dass Gott selbst in der Jesusgestalt der Inhalt ist und dass das von ihm selbst verwendete Symbol sich zu offenbaren, Hochzeit ist. Die hochzeitlichen Augenblicke sind die Momente des Geliebtseins. Ich möchte ganz praktisch ansetzen. Du hast sicher schon einmal glückliche Augenblicke erlebt. Auch wenn es keine glücklichen Zustände gibt, es gibt glückliche Momente. Wenn ich so einen glücklichen, hochzeitlichen Augenblick erlebe, dann erkenne ich ihn als solchen und deute von hier aus das ganze Leben Es kann mir immer wieder helfen, wenn ich versuche, von diesen Augenblicken aus mein ganzes Verhältnis zur Schöpfung zu überdenken. Es kommen Kräfte, die der Nichtglaubende nicht hat oder noch nicht hat. Viele Menschen erfahren erst im Augenblick des Todes diese unzerstörbare Beziehung zum Schöpfer. Ich kann auch deutlich machen, dass ein irdisch selbst gemachter, materialistischer Glaube mich nicht erreichen kann, weil die Sehnsucht des Menschen über den irdischen Bereich hinausgeht. Der Mensch braucht mehr in seinem Glücksverlangen als er machen kann. Er ist darauf angewiesen, dass er immer wieder das Geschenkhafte in seinem Leben entdeckt.

Entnommen aus: Elmar Gruber „Traumgedanken. Glaubensvisionen“, Don Bosco Verlag, München 2012, S. 30


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