Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Julian Sleigh Gedanken zum Tag

Viele Menschen scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, mit einem Ehepartner, den sie in aller Freiheit gewählt haben, sinnvoll und friedlich zusammenzuleben.

Stand: 26.11.2019

26 November

Dienstag, 26. November 2019

Viele Menschen scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, mit einem Ehepartner, den sie in aller Freiheit gewählt haben, sinnvoll und friedlich zusammenzuleben. Kinder leiden darunter, dass ihre Eltern es nicht schaffen, sie sinnvoll zu erziehen, und verhalten sich gegenüber schwachen Autoritätspersonen ablehnend. Das Vertrauen zwischen Freunden, Bekannten und Kollegen hat in der westlichen Welt deutlich abgenommen. Die Menschen leiden unter einer seelischen Einsamkeit, die immer stärker an ihnen zehrt. (…) Etwas genial Einfaches kann uns zu einem Verständnis dafür führen, wie wir miteinander umgehen, uns gegenseitig verstehen und unterstützen können. Es ist ein Teil von uns, von dir und von mir: unsere beiden Hände. Sieh dir an, wie sie sich zueinander verhalten: auf ganz natürliche und doch perfekte Art und Weise. Wenn die eine anführt, folgt die andere. Sie akzeptieren sich vollkommen und behindern sich niemals gegenseitig. Anmut und Harmonie bestimmen ihr Zusammenspiel, jede für sich hat ihre Stärken und Schwächen, aber sie gleichen einander aus und ergänzen sich. Sie sind für uns ein ständig gegenwärtiges und doch immer wieder wechselndes Bild von Zusammenhalt, Kameradschaft und Freundschaft. (…) Tiefe Weisheit und ein herzerwärmendes Zusammenspiel liegen in dieser Gegenseitigkeit, die in jeden von uns eingeschrieben ist.

Entnommen aus: Julian Sleigh "Freunde und Liebende. Balance in jeder Beziehung", aus dem Englischen von Dorothea Sonstenes, Urachhaus Verlag, Stuttgart 2018


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