Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Eknath Easwaran Gedanken zum Tag

Gleich ab dem ersten Tag, an dem Sie das Mantra anzuwenden beginnen, fängt es an, in Ihrem Bewusstsein zu wachsen.

Stand: 12.10.2019

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

12 Oktober

Samstag, 12. Oktober 2019

Gleich ab dem ersten Tag, an dem Sie das Mantra anzuwenden beginnen, fängt es an, in Ihrem Bewusstsein zu wachsen. Es keimt wie der winzige Same, der schließlich zu einem prachtvollen Baum heranwächst; und während Sie es möglichst oft und begeistert wiederholen, dringt es mit seinen Wurzeln immer tiefer vor. Nach Ablauf einer Zeitspanne von vielen Jahren, wenn Sie in dieser Phase auch alle anderen Ihren Willen stärkenden und Ihre Konzentration vertiefenden Disziplinen praktizieren, wird die Pfahlwurzel des Mantras sich dann in unergründliche Tiefen hinab erstrecken, wo es sukzessive die Vereinheitlichung Ihres Bewusstseins bewirkt - indem es alte Konflikte klärt, Probleme ausräumt, deren Sie sich womöglich nicht einmal bewusst sind, und negative Emotionen in spirituelle Energie umwandelt. Wenn diese Mantrawurzel zu guter Letzt die unterste Schicht des Bewusstseins erreicht, erlangen Sie das Verankert- oder Gegründetsein im Mantra. Es ist zu einem integralen Bestandteil Ihres Seins geworden. Dann ist es nicht mehr nötig, das Mantra zu rezitieren; es wiederholt sich ständig selbst; es widerhallt fortwährend auf den allertiefsten Ebenen des Geistes. Ebendies meint der heilige Paulus, wenn er uns ermahnt: "Betet ohne Unterlass".

Entnommen aus: Eknath Easwaran "Das Mantra-Buch: Zauberworte für alle Lebenslagen", Goldmann Verlag, München 2010


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