Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Max Kronawitter Gedanken zur Fastenzeit

Joschka Fischer, deutscher Außenminister von 1998 bis 2005 hat nicht nur politisch Aufsehen erregt. Verblüfft hat er die Deutschen auch durch sein radikales Abnehmen.

Stand: 10.04.2019

10 April

Mittwoch, 10. April 2019

Joschka Fischer, deutscher Außenminister von 1998 bis 2005 hat nicht nur politisch Aufsehen erregt. Verblüfft hat er die Deutschen auch durch sein radikales Abnehmen. Mit intensivem Lauftraining hat er sich in nur einem Jahr von 40 kg Übergewicht befreit. Sein Buch darüber "Mein langer Lauf zu mir selbst" ist zum Bestseller geworden. In einem späteren Interview hat Fischer dazu gemeint: "Ich habe mit meinem Laufen und dem Buch…mehr für die deutsche Volksgesundheit getan als die letzten drei Gesundheitsreformen zusammen". Die Aussage mag pointiert sein. Richtig ist sicher, dass das Beispiel eines einzelnen mehr bewirken kann als Verordnungen für Millionen. Da können Gesundheitsstrategen noch so sehr für einen ausgewogenen Lebensstil werben, erst der joggende Joschka ist vielen zum Impuls geworden, selbst in die Laufschuhe zu schlüpfen, um wieder fit zu werden. Wer sein Leben ändern möchte, braucht Vorbilder. Leben lernt man an gelebtem Leben. Vielleicht wäre gerade die Vorbereitungszeit auf Ostern eine Gelegenheit sich der Frage zu stellen: Wer ist eigentlich mein Mentor? Wer verkörpert den Lebensplan, der auch der meine wäre? Wer hat das geschafft, was auch mir als Ideal vorschwebt? Übrigens: Die Kirche hat hier Einiges zu bieten: Menschen mit außergewöhnlichen Lebensentwürfen, Frauen und Männer, die ganz Erstaunliches zu Wege gebracht haben. Darunter sind sogar Leute, die nicht nur sich selbst, sondern die Welt verändert haben.

Max Kronawitter / unveröffentlichter Text


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