Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Ben Tiggelaer Gedanken zum Tag

Manche Menschen tragen sich mit dem unbestimmten Gefühl, dass sie in ihrem Leben "etwas" verändern sollten, aber nur wenige versuchen wirklich herauszufinden, was dieses "Etwas" ist.

Stand: 13.02.2019

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

13 Februar

Mittwoch, 13. Februar 2019

Zielorientiert leben, ist etwas, was viele Menschen möchten. Wir wollen, dass unser Leben zu etwas gut ist. Wir wünschen uns, dass unser Leben einen Sinn hat. Andererseits habe ich festgestellt, dass die meisten Menschen große Mühe haben, in wenigen Worten zu formulieren, worin genau dieser Sinn des Lebens besteht. All jene Gurus und Bücher, die mich auffordern, das ultimative Ziel meines Lebens zu benennen oder den einen Traum zu beschreiben, der das Leben lebenswert macht, lähmen mich eher, als dass sie mich anspornen. Andererseits: Manche Menschen tragen sich mit dem unbestimmten Gefühl, dass sie in ihrem Leben "etwas" verändern sollten, aber nur wenige versuchen wirklich herauszufinden, was dieses "Etwas" ist. Das führt dann auch nicht viel weiter. Wer sich starker Selbstmanagementtechniken bedient, ohne eine Vorstellung zu haben, was er damit erreichen will, ist wie jemand, der in ein Taxi steigt und dem Fahrer bedeutet, ziellos in der Gegend herumzufahren. "Wohin, ist mir egal". (…) Eine Idee, in welche Richtung es gehen soll, eine Vorstellung davon, was Sie tun und was Sie vermeiden wollen, ist wichtig. (…) Suchen Sie in Ihrem Leben nach Dingen, die Sie begeistern, und nach Dingen, die Sie enttäuschen. Mit anderen Worten: Stecken Sie Ihren JA- und Ihren NEIN-Bereich ab und skizzieren Sie einen groben Plan. Und fangen Sie an!

Entnommen aus: Ben Tiggelaer "Träumen, Wagen, Tun. Wie Sie den schwierigsten Menschen der Welt managen: sich selbst", Gabal Verlag, Offenbach 2010


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