Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Matthias Berg Gedanken zum Tag

Die Standard-Ausreden sind Sätze wie "wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich ...", "wenn mir einer helfen würde, dann würde ich ...", "wenn ich mehr Geld hätte, dann würde ich...". - Der Konjunktiv ist die Sprache der Verlierer.

Stand: 11.02.2019

Gedanken zum Tag | Bild: colourbox.com/Montage: BR

11 Februar

Montag, 11. Februar 2019

Was ist zu tun, damit wir aktiv werden? Die anfängliche Schwierigkeit wird sein, dass wir uns von unseren geliebten und zigtausendfach erprobten und anscheinend bewährten Standard-Ausreden, die uns zur liebgewonnenen Gewohnheit geworden sind, verabschieden müssen (…). Die Standard-Ausreden sind Sätze wie "wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich ...", "wenn mir einer helfen würde, dann würde ich ...", "wenn ich mehr Geld hätte, dann würde ich...", "wenn der andere den ersten Schritt machen würde, dann würde ich auch ...". Unser persönliches Grundgesetz lautet in Artikel 1: "Das ‚würde' des Menschen ist unantastbar". Ich kann es auch deutlicher formulieren: Der Konjunktiv ist die Sprache der Verlierer. Ach, hätte ich doch ..., ich könnte ja mal ..., eigentlich müsste ich ..., das sollte ich mal tun... Wer sein Leben im Konjunktiv lebt, an dem wird es ungenutzt vorüberziehen. Es gibt nämlich tausend Gründe, etwas nicht zu tun, und wir finden jeden einzelnen davon, wenn wir uns das gestatten. Wenn wir aber statt der gewohnten Ausreden einen Weg zum Ziel suchen wollen, dann werden wir diesen Weg finden (…). Dem Ausreden-Muster, also der Gewohnheit, zuerst mal alle Gedanken zuzulassen, die mich am aktiven Tun hindern und die ich mantrahaft vor mich hinbete, kann und will ich aber ab sofort ein klares und kräftiges "Stopp" entgegenhalten.

Entnommen aus: Matthias Berg "Mach was draus! Mehr Kraft, mehr Gelassenheit, mehr Leben", Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2014


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