Bayern 2 - Gedanken zum Tag


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Jörg Ahlbrecht Gedanken zum Tag

Wir verlieren, was uns mit anderen verbindet, was uns nicht nur zu Einzelpersonen, sondern zu einer Gemeinschaft macht, einer Familie, einer Dorfgemeinschaft, einer Nation - oder einfach nur zur Spezies Mensch.

Stand: 17.10.2018

Gedanken zum Tag - Mittwoch | Bild: colourbox.com; Montage: BR

17 Oktober

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Wir haben einen gigantischen, täglich wachsenden Berg von Informationen, aus dem wir nur noch mithilfe von Google und Siri irgendetwas Nützliches herausholen können. Zugleich aber haben wir immer weniger Ahnung, wie wir leben sollen. Wie das Leben gelingt. Wie man Beziehungen gestaltet, wozu wir auf diesem Planeten sind und was wir mit unserem Leben, unserer Zeit und unserer Energie anfangen sollen. Bei diesen Fragen sind auch Google und Siri keine große Hilfe. Denn sie können uns keine Auskunft darüber geben, was wahr ist. Google und Siri kennen das große Bild nicht. Je mehr wir die Dinge auseinandergenommen haben und je mehr wir alles vom Einzelnen her betrachten, desto mehr haben wir verloren, was uns alle verbindet. Was für alle gilt. Wir haben uns verloren in unserer Selbstbezogenheit. Objektive Wahrheiten - Wahrheiten, die für jeden gelten - werden im Streben nach persönlicher Freiheit immer mehr geleugnet. Und je weiter wir diesen Weg gehen, desto mehr verlieren wir den gemeinsamen Boden, auf dem wir stehen. Wir verlieren, was uns mit anderen verbindet, was uns nicht nur zu Einzelpersonen, sondern zu einer Gemeinschaft macht, einer Familie, einer Dorfgemeinschaft, einer Nation - oder einfach nur zur Spezies Mensch.

Entnommen aus: Jörg Ahlbrecht "Die Wahrheit in Person. Jesus folgen in unsicheren Zeiten", SCM R. Brockhaus Verlag, Holzgerlingen 2018


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