Bayern 2 - Breitengrad


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Vom Schlachthaus zur Tierfestung Die Folgen des Walfangs auf Südgeorgien

Das Fett der Wale war das "Schmiermittel" der Industriellen Revolution und des Ersten Weltkriegs. Nachdem die Meeressäuger im Nordatlantik und im Pazifik nahezu ausgerottet waren, fiel der Blick norwegischer Walfänger zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf Südgeorgien, eine 175 Kilometer lange und 35 Kilometer breite, menschenleere Insel im Südatlantik.

Von: Ingrid Norbu

Stand: 12.05.2017

Bis 1965 wurden alleine dort 175 250 Wale in riesigen Anlagen zerlegt und ihr Tran abgekocht. Heute leben Seeelefanten und Pinguine in den rostenden Ruinen der Walfangfabriken. Seit 2011 wird mit immensem Aufwand versucht, die von Menschen eingeschleppten Ratten zu vernichten. Südgeorgien ist bis heute Teil Großbritanniens. James Cook hatte die Insel 1775 zufällig entdeckt und sie in Besitz genommen. Zwei Regierungsgesandte leben mit ihren Familien auf Südgeorgien, dazu im Sommer Museumsangestellte und Forscher. Wirtschaftlich interessant ist heute vor allem der Fischreichtum in der antarktischen Konvergenzzone, einem Gebiet, in dem sich warmes Atlantikwasser und kalte Strömungen aus der Antarktis mischen und für jede Menge Krill sorgen.

Südgeorgien - Eindrücke von Ingrid Norbu

Breitengrad - die Auslandsreportage

Vom Schlachthaus zur Tierfestung - die Folgen des Walfangs auf Südgeorgien

Reportage am Samstag, 13.5.2017, 18:05 Uhr

Autorin: Ingrid Norbu

Sendung am Mittwoch, 17.5.2017, 14:05 Uhr

Moderation: Julio Segador
Musik: Jay Rutledge
Redaktion: Jörg Paas


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