Bayern 2 - Breitengrad


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Kolumbien Friedenspfad mit Stolpersteinen

Kolumbiens Weg zum Frieden ist holprig. Die FARC hat ihr Dasein als Guerilla aufgegeben, die Kämpfer haben sich wie vereinbart in 23 "Übergangszonen" versammelt. Dort sollen sie eigentlich in den nächsten Wochen ihre Waffen abgeben und sich dann in die Zivilgesellschaft eingliedern. Doch die Gegenleistungen der Regierung lassen großenteils noch auf sich warten. Der Zeitrahmen für die Entwaffnung wird deshalb kaum zu halten sein.

Von: Ivo Marusczyk

Stand: 26.05.2017

Ein Kolumbianer demonstriert vor dem Parlament in Bogota Anfang Dezember 2016 für den Friedensvertrag

Und die Zukunft? Die FARC-Kämpfer stecken noch immer tief in ihrer revolutionären Gedankenwelt. Sie wollen als politische Partei weiter für ein gerechteres Land kämpfen – dabei sehen die meisten Kolumbianer sie aber nicht als Kämpfer für die Verdammten dieser Erde, sondern als Mörder, die kaltblütig und brutal mit den Drogenkartellen paktiert haben. Von einer Versöhnung ist Kolumbien also noch weit entfernt. ARD-Korrespondent Ivo Marusczyk hat FARC-Kämpfer in einer der „Übergangszonen“ besucht, aber auch mit Regierungsvertretern gesprochen und eine Initiative begleitet, die versucht, einen Dialog zwischen den Rebellen und der bürgerlichen Gesellschaft herzustellen.

Schwieriger Friedensprozess in Kolumbien - Eindrücke von Ivo Marusczyk

Breitengrad - die Auslandsreportage

Kolumbien: Friedenspfad mit Stolpersteinen

Reportage am Samstag, 27.5.2017, 18:05 Uhr

Autor: Ivo Marusczyk

Sendung am Mittwoch, 31.5.2017, 14:05 Uhr

Moderation & Musik: Dagmar Golle
Redaktion: Julio Segador


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