Bayern 2 - Breitengrad


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Eine Katastrophe ohne Ende Bhopal 30 Jahre nach dem Chemie-Unglück

Bhopal, Indien, 1984: Aus einer Chemiefabrik des US-Konzerns Union Carbide entweicht eine tödliche Gaswolke. Mitten in der Nacht. Sie tötet binnen Stunden tausende Menschen, weitere Opfer sterben in den Wochen, Monaten und Jahren danach. Wie viele es genau sind, lässt sich nur schätzen. Andere sind für immer erkrankt und entstellt.

Von: Jürgen Webermann

Stand: 29.11.2014

500.000 Menschen waren dem Gift ausgesetzt. Bhopal ist die Urkatastrophe der Globalisierung. Während sich Union Carbide und die Konzernmutter Dow Chemical bis heute mit juristischen Tricks aus der Affäre ziehen, leiden die Opfer weiter. Ein früherer Techniker von Union Carbide berichtet, wie marode die Fabrik damals war. Ein Pathologe schildert, wie Union Carbide seine Suche nach Aufklärung und einem Gegenmittel für die vielen Schwerkranken behindert hat.

Bilder aus Bhopal von Jürgen Webermann

Die Folgen des Chemie-Unfalls sind heute noch spürbar

In den Slums rund um das ehemalige Fabrikgelände entwickelte sich eine zweite Katastrophe: Das Grundwasser ist bis heute verseucht, weil niemand die giftigen Rückstände entsorgt hat. Die Chemiefabrik und ihre Abfälle sowie die Gaswolke von 1984 haben eine ganze Stadt traumatisiert.

Breitengrad – die Auslandsreportage

Eine Katastrophe ohne Ende - Bhopal 30 Jahre nach dem Chemie-Unglück

Reportage am 29. November, 18.05 Uhr

Autor: Jürgen Webermann

Sendung am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 14.05 Uhr

Redaktion: Jörg Paas


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