Bayern 2 - Breitengrad


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Leben und Sterben an Indiens heiligem Fluss Mutter Ganges

Der Sage nach hat der Weise Bhagirathi die Milchstraße, genannt Ganga, vom Himmel geholt, um den toten Söhnen eines mächtigen Königs Erlösung zu geben. Er meditierte so lange, bis der Gott Shiva zusagte, die Wassermassen, die vom Himmel herabstürzen würden, mit seinen Haaren zu bremsen. So entstanden die sieben heiligen Flüsse Indiens, und der Ganges ist der heiligste von ihnen.

Von: Sandra Petersmann und Jürgen Webermann

Stand: 23.12.2016

Viele Inderinnen und Inder nennen den Ganges ihre Mutter. Tatsächlich hat das Wasser des Ganges besondere Kräfte. Es bleibt länger frisch als das Wasser anderer Flüsse. Warum, das ist bis heute ein Rätsel. Schon die Briten hatten sich darüber gewundert. Und so gibt es Leben im und am Ganges, der wegen der enormen Verschmutzung längst tot sein müsste.

Zu Besuch bei Menschen am Ganges

Die beiden ARD-Korrespondenten Sandra Petersmann und Jürgen Webermann spüren Delphine auf, stöbern durch die Urwälder des Ganges-Deltas und begleiten einen Arzt auf den letzten Metern seiner Pilgertour zur Ganges-Quelle, spektakulär auf viertausend Metern im Himalaya gelegen. Sie besuchen eine Lehrerin, die am Fluss in einer Höhle lebt, und lachen mit einer alten Dame, die in die heilige Stadt Varanasi gekommen ist, um dort zu sterben und Erlösung zu finden – so wie Bhagirathi, der für die Königssöhne den Fluss vom Himmel holte.

Breitengrad - Die Auslandsreportage

Mutter Ganges - Leben und Sterben an Indiens heiligem Fluss

Reportage an Weihnachten, Sonntag, 25.12.2016, 13:30 Uhr
Wiederholung am Neujahrstag, Sonntag 01.01. 2017, 13:30 Uhr

Autoren: Sandra Petersmann und Jürgen Webermann
Redaktion: Jörg Paas


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