Bayern 2 - Breitengrad


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Popstar, Märtyrer, Erlöser? Was vom Mythos Che Guevara übrig blieb

Vor 50 Jahren ist Che Guevara gestorben. Er war der Popstar unter den Revolutionären. Trotzdem war er nicht bei allen beliebt. Für viele war er ein Held, für andere schlicht arrogant. Und heute? Was ist vom Mythos Che Guevaras übriggeblieben?

Von: Anne Herrberg

Stand: 11.10.2017

Als Kind war Che Guevara krank an allen Gliedern, trotzdem ein Getriebener, triumphierte er im kubanischen Befreiungskampf gegen die Batista-Diktatur und starb ausgemergelt und allein im bolivianischen Dschungel. Dort herrschte zu der Zeit eine Militärdiktatur, die linke Nostalgie nicht zuließ. Die Leute hatten Angst und irgendwie auch kein Interesse an diesem Fremden, der zum Kampf für Gerechtigkeit aufrief und zugleich die indigenen Bauern bevormundete - ganz so, als sei er ein besserer Mensch.

Legenden um Che Guevara

Der Mythos Che Guevara lebt - selbst im bolivianischen Hinterland

Boliviens Provinz war definitiv der falsche Ort für die Weltrevolution, wohl aber geeignet zur Mythen- und Legendenbildung. In La Higuera und dem nahegelegenen Städtchen Vallegrande nennen sie den gefallenen Guerillero noch heute "San Ernesto". Schließlich hat er ihnen doch etwas Segen gebracht – in Form von spendierfreudigen Touristen.

Zum 50. Todestag begibt Anne Herrberg sich auf Spurensuche in Bolivien: Was ist vom Mythos Che Guevaras übriggeblieben? Haben seine Ideen noch Anhänger - und warum? Sind das nur verklärte Träumer oder identifizieren sie sich noch heute mit seinem Denken?

Auf den Spuren des Che in Bolivien - Eindrücke von Anne Herrberg

Breitengrad - die Auslandsreportage

Popstar, Märtyrer, Erlöser? Was vom Mythos Che Guevara übrig blieb

Reportage am Samstag, 07.10.2017 18:05 Uhr

Autoren: Anne Herrberg

Sendung am Mittwoch, 11.10.2017, 14:05 Uhr

Moderation & Musik: Jay Rutledge
Redaktion: Jörg Paas


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