Bayern 2 - Breitengrad

Reportagen aus aller Welt

Breitengrad Reportagen aus aller Welt

Für die Sendung Breitengrad gilt: Kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich: Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.

Interaktive Karte: Interaktive Karte der Breitengrad-Sendungen

Interaktive Karte - es werden keine Daten von Google Maps geladen.

Interaktive Karte: Interaktive Karte der Breitengrad-Sendungen

Sendungen zum Nachhören

Schafe lecken an einem Salzstein in Neuseeland. | Bild: stock.adobe.com/Dmitry Pichugin zum Audio Wo Hobbits hausen und First Blokes angeln Neuseeland scheint zu perfekt, um von dieser Welt zu sein

Atemberaubende Landschaften, geprägt durch Fjorde und Vulkane, verschneite Berggipfel und Strände, Gletscher und subtropische Wälder - All das ist Neuseeland. Kein Wunder, dass Filmregisseur Sir Peter Jackson dorthin Mittelerde verlegte, und dort auch den "Herrn der Ringe" und den "Hobbit" filmte. ARD-Korrespondentin Lena Bodewein geht in ihrer Reportage der Frage nach, ob Neuseeland nicht ein bisschen zu perfekt scheint, um von dieser Welt zu sein? [mehr]

20.04.2021, USA, Minneapolis: Der Aktivist Toussaint Morrison kniet auf dem Auto bei der Siegesfeier nach dem Schuldspruch gegen Derek Chauvin. Am 25. Mai 2020 wurde der Afroamerikaner George Floyd vom weißen Polizisten Chauvin vor laufenden Handykameras auf brutalste Weise getötet. Es folgten Massenproteste und jüngst der historische Schuldspruch für Chauvin.  | Bild: dpa-Bildfunk/Benno Schwinghammer zum Audio Ohne Wahrheit keine Veränderung Ein Jahr nach dem Mord an George Floyd

Am 25. Mai 2020 wurde in Minneapolis der Afroamerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz getötet. Der gewaltsame Tod des 46jährigen hatte nicht nur in den USA landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst. Die Proteste, die Gewalt und die Debatte über Rassismus waren für viele Amerikaner verstörend. Sie kamen vermutlich aber für niemanden überraschend. Mittlerweile hat das Gericht von Minneapolis den Ex-Polizisten Derek Chauvin schuldig gesprochen. Das grundsätzliche Problem bleibt dennoch. Und damit auch die schwierige Auseinandersetzung zwischen dem neuen, liberal ausgerichteten und dem alten, vom Rassismus geprägten Amerika. Torsten Teichmann über den problematischen Umgang mit der Geschichte des Rassismus in den USA. [mehr]

Eine Fähre erreicht die Ålandinsel Mariehamn in Finnland | Bild: picture alliance / Alexander Farnsworth | Alexander Farnsworth zum Audio Mit Apps und Atomkraft Finnlands Kampf gegen Klimawandel

Die Ziele sind denkbar hochgesteckt: bis 2029 will Finnland komplett aus der Kohleenergie aussteigen und bis 2035 klimaneutral werden. Smarte IT-Lösungen sowie alternative Energiegewinnung sollen dabei helfen. Gleichzeitig setzt das Land aber auch auf Atomkraft - für die Finnen kein Widerspruch. Christoph Kersting über Finnlands Kampf gegen den Klimawandel. [mehr]

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, steht nach dem Freitagsgebet in der Hagia Sophia.  | Bild: dpa-Bildfunk/Uncredited zum Audio Breitengrad Die Re-Islamisierung der Hagia Sophia

Sie ist das Wahrzeichen Istanbuls: die Hagia Sophia. Knapp 1000 Jahre lang galt sie als die prächtigste Kirche des christlichen Ostens. Mit der osmanischen Eroberung Konstantinopels im 15 Jahrhundert wurde Hagia Sophia zur Moschee. Auf Initiative von Kamal Atatürk wurde sie in den1930er Jahren schließlich zum Museum umfunktioniert. Auf Anordnung des heutigen türkischen Präsidenten Erdogan wird Hagia Sophia seit letztem Jahr wieder als Moschee genutzt. Türkisch-islamistische Kräfte feiern dies als Stärke des Islams. Unter orthodoxen Christen indes herrscht Empörung. Karin Senz und Thomas Bormann über die Re-Islamisierung des Weltkulturerbes - Hagia Sophia. [mehr]

Silhouette der Napleon-Statue von Charles-Emile Seurre  im Ehrenhof des Hôtel des Invalides in Paris  | Bild: dpa-Bildfunk/Christian Böhmer zum Audio Auf der Route Napoleon Frankreich im 200. Todesjahr des Kaisers

Napoleon, der Eroberer, Reformer, Aufklärer und Politiker wird bis heute in Frankreich geschätzt und verehrt. Aber er ist auch umstritten: In den französischen Medien wird darüber debattiert, wie kolonialistisch und rassistisch Napoleon war. So hat er Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz statt Feudalismus gebracht, aber Europa auch mit Krieg überzogen und die Sklaverei wieder eingeführt. Napoleons Erbe wirkt an vielen Orten in Frankreich nach, so auch auch auf der "Route Napoleon" die er 1815 aus der Verbannung von Elba kommend zurück nach Paris nahm. [mehr]

Amazonen in Benin | Bild: BR/Antje Diekhans und Dunja Sadaqi zum Audio Frauenpower Afrikanerinnen auf dem Vormarsch

In den Medien und in vielen Köpfen gelten sie als unterdrückt, arm und abhängig - oft mit Konflikten und Gewalt konfrontiert. Die Realität auf dem afrikanischen Kontinent ist für viele Afrikanerinnen längst ein andere. Sie prägen die Politik ihres Landes, kämpfen an vorderster Front für Frieden und Freiheit, sind Umweltaktivistinnen, führen Weltwirtschaftsorganisationen an und prägen internationale Unterhaltungsindustrien. Zeit für eine Replik. [mehr]

Kim und Gregg Hurwitz aus Los Angeles, leben jetzt in ihrem Haus in einem Vorort von Las Vegas. | Bild: BR/Katharina Wilhelm zum Audio Breitengrad Massenexodus aus Kalifornien

"Massenexodus aus Kalifornien". Millionen verlassen den teuren Bundesstaat und ziehen nach Texas und in andere Bundesstaaten. Zu teuer, zu gefährlich, zu schmutzig. [mehr]

ARCHIV - 05.02.2011, Ägypten, Kairo: Demonstranten protestieren auf dem Tahrir-Platz. (zu dpa ««Existieren ist Widerstand»: Zehn Jahre nach Ägyptens Revolution»)  | Bild: dpa-Bildfunk / Michael Hanschke zum Audio Die Mutter des Tahrir Eine Ägypterin kämpft für die Freiheit ihres Sohnes

Zehn Jahre nach dem so genannten Arabischen Frühling in Ägypten sitzen viele Aktivisten, Journalisten und Menschenrechtler in Haft. Auch Ziyad Al-Eleimi. Der 41-jährige Anwalt gehört zu den Gründungsmitgliedern der Sozialdemokratischen Partei in Ägypten und ist den Mächtigen im Land ein Dorn im Auge. Vor eineinhalb Jahren wurde er festgenommen; seitdem ist er im berüchtigten Tora-Gefängnis in Kairo inhaftiert. Seine Mutter will sich damit nicht abfinden. Sie kämpft jeden Tag für die Freiheit ihres Sohnes. [mehr]

USA, New York: Ein Mann geht einen verschneiten Bürgersteig entlang, nachdem mehrere Zentimeter Schnee gefallen sind.  | Bild: dpa-Bildfunk/Kathy Willens zum Audio "Nach Grau kommt Farbe" New Yorker erfinden sich in der Krise neu

"New York ist wie eine Maschine. Sie hält niemals an. Vielleicht wird sie langsamer, ruhiger. Aber sie läuft immer wieder an. Und nach jeder Krise wird sie stärker." Corinne Samios hat alle Krisen ihrer Heimatstadt erlebt - vom Pleite- und Drogenkollaps in den 1970ern über 9/11 bis zur Finanzkrise 2008. Kein Schlag hat New York so getroffen wie Corona. Aber nicht nur Künstlerin Corinne weiß: Die Stadt steht wieder auf. Ob der Fotograf, der den berühmten "Falling Man" beim Sprung aus dem World Trade Center festgehalten hat. Ob die Bankerin, die ihren Pappkarton beim Aus von "Lehman Brothers" durch die panische Menge trug. Alle wissen: New York bleibt immer New York. Die Stadt passt sich an wie ihre widerstandsfähigen Bewohner. Die die Krise als Chance nehmen: Ob der 28jährige, der gerade jetzt ein schickes Restaurant mitten in Manhattan eröffnet, wo rundherum alle anderen sterben. Ob die junge Nachhaltigkeitsexpertin, die durch Corona ihren Job verlor und sich einfach ein neues Geschäft ausdachte, das es sonst nie gegeben hätte. Oder Modedesigner Omar Salam, der sagt: "Nach grau wirken Farben besonders. Ich glaube, dass wir aus dieser Zeit sehr gestärkt hervorgehen. Und wir wissen, wie wichtig es ist, dass für füreinander sorgen." Das Feature zeigt die starken New Yorker, die ihrer Stadt mit Mut, Kreativität und Zusammenhalt dabei helfen, sich neu zu erfinden. Und mit diesem Spirit vielleicht auch den ein oder andern in Deutschland anstecken könnten. [mehr]

Moai-Figuren auf der Osterinsel | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Sebastian Englert Ungekrönter König der Osterinsel

Sie gilt als eine der einsamsten Inseln der Welt: die Osterinsel oder Rapa Nui, wie sie in der Eingeborenensprache heißt. Der schwäbische Mönch Pater Sebastian Englert hat das Eiland mitten im Pazifik seit seiner Ankunft 1937 wie kein Zweiter geprägt. Neben seiner missionarischen Tätigkeit wirkte er auch als Lehrer, Sprachforscher und Archäologe - und hat so bis heute sichtbare Spuren auf der Insel hinterlassen. [mehr]

Iranerinnen und Iraner in lokaler Tracht feiern in Teheran das bevorstehende iranische Neujahrsfest (Nouruz), das am 20.03.2021 stattfand. Das Fest markiert den Frühlings- und Jahresbeginn im iranischen Kalender.  | Bild: dpa-Bildfunk/Ahmad Halabisaz zum Audio Menschen im Iran Ein bisschen Glück trotz Sanktionen, Isolation und Corona

Seit Joe Biden als neuer US-Präsident im Amt ist, ist auch Bewegung in den Streit um das iranische Atomabkommen gekommen. Zwar gibt es noch keine konkreten Schritte, die die Sanktionen lockern und damit auch die Isolation des Iran aufbrechen, doch immerhin wird über erste kleine Schritte geredet - wenn auch auf informellen Kanälen. Die Menschen im Iran erwarten die Aufhebung der Sanktionen ungeduldig, denn auch deshalb ist das Land in eine akute Wirtschaftskrise gerutscht, die sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft hat. [mehr]

Flüchtlinge landen im Dezember 2020 in einem offenen Boot am Strand von Los Cristianos auf Teneriffa zwischen sich sonnenden Touristen. | Bild: picture alliance/dpa | Andreas Jütte zum Audio Wenn die Stimmung kippt Migrations-Hotspot Kanaren

Die Kanarischen Inseln haben sich zum Migrations-Hotspot in Europa entwickelt. Im vergangenen Jahr kamen rund 23.000 Menschen in Booten auf der spanischen Inselgruppe an, in den ersten Wochen dieses Jahres waren es rund 2.000. Die Behörden haben Schwierigkeiten, die Migranten adäquat unterzubringen. Dazu kommen Spannungen in der Bevölkerung: Berichte von einzelnen Übergriffen auf Camps und Gewaltandrohungen machen die Runde. Das sorgt für gereizte Stimmung unter den Canarios und den Migranten. [mehr]

Hunspach im Elsass | Bild: picture alliance/dpa/MAXPPP | Laurent Rea zum Audio Hunspach im Elsass Im Lieblingsdorf der Franzosen

Es liegt abseits der Touristenströme und ist derzeit das "beliebteste Dorf der Franzosen" - Hunspach, eine kleine Gemeinde im Elsass. Jeden Sommer strahlt ein großer französischer TV-Sender die gleichnamige Sendung aus. Und fast 800 000 Franzosen stimmten über das beliebteste Dorf der Franzosen ab. Am Ende hatte das kleine elsässische Dorf Hunspach die Nase vorn. Jetzt, wo noch Ruhe vor dem Sturm herrscht, hat Stefanie Markert das Siegerdorf besucht. Ein Dorf mit 653 Einwohnern, das nur scheinbar im Dornröschenschlaf liegt. [mehr]

Juden in Serbien - Ester Bajer vor einer Gedenktafel aus sozialistischer Zeit. | Bild: BR / Andrea Beer zum Audio Das Baby aus der Schachtel Jüdisches Leben in Serbien

Nur wenige Juden haben nach den Greueltaten der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten im früheren Jugoslawien überlebt. Gut 80 Jahre danach leben im heutigen Serbien noch rund 3000 Jüdinnen und Juden. Die meisten von ihnen haben eine wechselvolle und entbehrungsreiche Vergangenheit hinter sich. Andrea Beer hat sich in Serbien mit Zeitzeugen getroffen, die als jüdische Kinder den Terror der Nationalsozialisten überlebten, und die zeitlebens auf der Suche nach ihrer Identität waren. [mehr]

Schafe lecken an einem Salzstein in Neuseeland. | Bild: stock.adobe.com/Dmitry Pichugin zum Audio Neuseeland Neuseeland scheint zu perfekt, um von dieser Welt zu sein

Atemberaubende Landschaften, geprägt durch Fjorde und Vulkane, verschneite Berggipfel und Strände, Gletscher und subtropische Wälder - All das ist Neuseeland. Kein Wunder, dass Filmregisseur Sir Peter Jackson dorthin Mittelerde verlegte, und dort auch den "Herrn der Ringe" und den "Hobbit" filmte. ARD-Korrespondentin Lena Bodewein geht in ihrer Reportage der Frage nach, ob Neuseeland nicht ein bisschen zu perfekt scheint, um von dieser Welt zu sein. [mehr]