Bayern 2 - Breitengrad


2

Widerstand mit weißem Kopftuch Die Mütter von der Plaza de Mayo

Auf der Plaza de Mayo, vor dem Regierungspalast in Buenos Aires, ist ein kreideweißer Kreis aufgemalt. Am 30. April 1977 hatten sich dort erstmals 14 Frauen versammelt, mit weißen Kopftüchern und Fotos von ihren verschwundenen Kindern. Seitdem marschierten sie jeden Donnerstag.

Von: Anne Herrberg

Stand: 28.04.2017

Die Frauen marschierten im Kreis, weil Kundgebungen im Stehen verboten waren. Sie wurden verprügelt, verhaftet, drei ihrer Anführerinnen sogar getötet. Doch sie gaben nicht auf. Die "Madres de Plaza de Mayo" wurden zum Symbol für Zivilcourage gegen die Militärjunta in Argentinien, die über 30.000 Menschen verschwinden ließ.

Der Ruf der Mütter von der Plaza de Mayo hat gelitten

Auch nach dem Ende der Diktatur protestierten die Mütter weiter. Heute betreiben sie eine eigene Zeitung, eine Buchhandlung, einen Radio-Sender und eine Universität. Doch politische Differenzen und ein Korruptionsskandal haben ihrem Image geschadet. Wie haben 40 Jahre Kampf um Gerechtigkeit die Frauen verändert?

Breitengrad - die Auslandsreportage

Widerstand mit weißem Kopftuch: Die Mütter von der Plaza de Mayo

Reportage am Samstag, 29.4.2017, 18:05 Uhr

Autorin: Anne Herrberg

Sendung am Mittwoch, 3.5.2017, 14:05 Uhr

Moderation & Musik: Jay Rutledge
Redaktion: Jörg Paas


2