Bayern 2 - Breitengrad


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Australien Die geraubten Kinder der Aborigines

Die Besiedlung Australiens durch Weiße ab 1770 bedeutete für die Ureinwohner, die  Aborigines, vor allem Vernichtung – durch die gewaltsame Landnahme der Neuankömmlinge und durch eingeschleppte Krankheiten.

Von: Viola Schenz

Stand: 09.08.2014

Der brutale Umgang der Weißen mit den Aborigines setzte sich fort, bis weit ins 20. Jahrhundert. Jahrzehntelang wurden hellhäutige oder "halb-blütige" Aborigines-Kinder willkürlich und gewaltsam ihren Müttern und Familien weggenommen. Sie kamen in christliche Missionen, Heime oder Pflegefamilien. Auf diese Weise sollten sie den eigenen "kulturellen Einflüssen" entzogen und in die weiße Bevölkerung zwangsintegriert werden und dort "genetisch" aufgehen. Die Folgen dieser brutalen Bevölkerungspolitik sind bis heute zu spüren.

Nationaler Es-tut-uns-leid-Tag für die geraubten Kinder

Am "Sorry-Day" im Februar 2008 hören in Perth, Australien, tausende Menschen die Entschuldigungsrede von Premierminister Rudd

Aber erst seit den 1990er Jahren rücken die "Stolen Generations" langsam ins öffentliche und politische Bewusstsein. Inzwischen gibt es einen "National Sorry Day", der dem Schicksal der Aborigines gewidmet ist, doch das Thema bleibt in mancher Hinsicht ein Tabu. Viola Schenz hat mit Aborigines gesprochen und Wissenschaftler interviewt, die über die "Stolen Generations" forschen.

Breitengrad – die Auslandsreportage

Australien – Die geraubten Kinder der Aborigines

Reportage am Samstag, 9. August 2014, 18.05 Uhr

Autorin: Viola Schenz

Sendung am Mittwoch, 13. August 2014, 14.05 Uhr

Moderation & Musik: Jay Rutledge
Redaktion: Jörg Paas


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