Bayern 2


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Segen für homosexuelle Paare Warum tut sich die katholische Kirche so schwer damit?

Heute Abend gibt es unter dem Motto „#liebegewinnt“ in ganz Deutschland Segnungsgottesdienste. Damit soll ein Zeichen gegen das Segnungsverbot homosexueller Paare vom Vatikan gesetzt werden. Warum zeigt sich die Kirche gegenüber homosexuellen Menschen so wenig tolerant?

Stand: 10.05.2021

Nach dem kategorischen "Nein" des Vatikans zur Segnung homosexueller Partnerschaften, geht eine Welle des Protests durch die katholische Kirche in Deutschland. Viele Priester planen für heute eine Segensfeier für Paare - egal ob schwul, lesbisch oder hetero. Einige Theologen sehen in der Aktion "#liebegewinnt" durchaus einen offenen Affront gegen die Kirchenoberhäupter. Konservative Katholiken rufen die Bischöfe beispielsweise in dem erzkonservativen Forum kath.net zu mehr Deutlichkeit auf. Sie fordern beispielsweise die Exkommunikation derjenigen, die sich nicht an die klare Ansage aus Rom halten.

Die Segnungsgottesdienste sind der vorläufige Höhepunkt einer Welle, die der Vatikan mit seiner Haltung unter vielen Katholiken in Deutschland und inzwischen auch unter katholischen Priestern ausgelöst hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich die deutschen Bischöfe nun zu den Protestaktionen in ihren Diözesen positionieren.

Das Tagesgespräch auf Bayern 2 und ARD-alpha hat gefragt: Was halten Sie von dem Segnungsverbot für homosexuelle Paare? Was glauben Sie, warum sich die katholische Kirche nach wie vor so schwer damit tut? Ist das für Sie vielleicht sogar ein Grund, um aus der Kirche auszutreten? Wie sollten sich Priester Ihrer Meinung nach verhalten?

Zu Gast bei Moderatorin Stephanie Heinzeller war Prof. Dr. Thomas Hieke. Er ist Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz.

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