Bayern 2


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Schwere Wahl Kommt Thüringen mit Ramelow aus der Krise?

Bodo Ramelow von den Linken ist gestern Nachmittag vom Thüringer Landtag erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Beendet die Wahl die Regierungskrise in Erfurt - nach dem Erklat um den FDP-Kurzzeit-Ministerpräsidenten Kemmerich, dem Richtungsstreit in der CDU und der Kandidatur von AfD-Mann Höcke?

Stand: 05.03.2020

Der Weg zu einem neuen Ministerpräsidenten in Thüringen war weit und steinig. Zuerst wird am 5. Februar überraschend der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich im dritten Wahlgang zum Ministerpräsidenten gewählt - mit den Stimmen von CDU und AfD. Er nimmt die Wahl an, tritt aber drei Tage später unter großem Druck wieder zurück.

Auch bundespolitisch löst die Wahl ein Beben aus: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigt an, vom Vorsitz der Partei zurückzutreten und nicht mehr als Kanzlerkandidatin im kommenden Jahr zur Verfügung zu stehen. Das wiederum löst einen Führungsstreit an der Spitze der Partei aus.

Politisches Beben rund um Ramelow, Kemmerich, Höcke und der gesamten CDU, FDP und AfD

Dann gibt Mike Mohring sein Amt als CDU-Vorsitzender von Thüringen auf.  In der Union wird heftig über die Frage gestritten, ob man Ramelow wählen sollte. Ein Parteitagsbeschluss der Bundes-CDU aus dem Jahr 2018 verbietet eine Zusammenarbeit mit Linken und AfD gleichermaßen. Dafür wird die Union in den vergangenen Wochen immer wieder kritisiert.

Mit Ramelow in Thüringen aus der Krise?

Gestern Nachmittag ist nun also Bodo Ramelow mit einer einfachen Mehrheit von 42 Stimmen im dritten Wahlgang wieder zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt worden - nachdem sein einziger Gegenkandidat, der Faschist Björn Höcke von der AfD, sich nach dem zweiten Wahlgang zurückgezogen hatte und die FDP dieses Mal gänzliche der Abstimmung ferngeblieben war.

Kommt Thüringen mit Ramelow aus der Krise, hat das das Tagesgespräch auf Bayern 2 und ARD-alpha gefragt.

Zu Gast bei Tagesgespräch-Moderator Achim Bogdahn war Ulli Sondermann-Becker, Politikredakteur des MDR in Erfurt.

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