Bayern 2


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Schweineherz für Menschen Welche Hoffnung verbinden Sie damit?

Ein großer Schritt für die Medizin: Erstmals hat ein Mensch ein Schweineherz eingepflanzt bekommen. Das Tagesgespräch schaut auf die Bedenken und die Hoffnungen, die es zur dieser Art von Operation gibt.

Stand: 13.01.2022

Eine Meldung, die aufhorchen lässt: In Baltimore im US-Bundesstaat Maryland haben Ärzte einem 57-jährigen Patienten das Herz eines zuvor gentechnisch veränderten Schweins eingesetzt.

Patienten warten oft lange auf menschliche Spenderorgane

Die Zahl menschlicher Organspender ist meist knapp, viele Patienten stehen lange auf einer Warteliste.

Möglicherweise könnte die "Xenotransplantation" weiterhelfen? Dabei würden tierische Organe in den Menschen verpflanzt, wobei durch eine Genveränderung beim Tier sichergestellt sein muss, dass die Organe vom menschlichen Körper nicht abgestoßen werden.

Was denken Sie über die Schweineherz-Verpflanzung?

Ein Mensch bekommt ein Schweineherz – und das Tagesgespräch hat die Anruferinnen und Anrufer gefragt: Was halten Sie von diesem Fortschritt in der Medizin? Welche Hoffnungen und Chancen verbinden Sie damit? Welche Bedenken und Risiken sehen Sie?

Transplantationsmediziner Nagel: "Ein revolutionärer Schritt"

Zu Gast bei Tagesgespräch-Moderatorin Eva Kötting war der Transplantationsmediziner Prof. Dr. Eckhard Nagel. Er ist Leiter des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth.

Die Verpflanzung des Schweineorgans sieht Eckhard Nagel als "revolutionären Schritt". Bei einer Operation dieser Art gebe es eine ganze Bandbreite an Risiken. "Aber es ist natürlich eine große Hoffnung, dass das funktioniert", so der Transplantationsmediziner. Möglicherweise kämen nun auch andere Organe wie beispielsweise die Leber für eine Transplantation in Betracht, sagt er.

Wie ist Ihre Meinung?

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