Bayern 2

Hintergrund Schlaganfall

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Therapie Behandlung eines Schlaganfalls

Werden die Hinweise auf einen Schlaganfall frühzeitig erkannt, kann der Arzt versuchen, die Risikofaktoren zu verringern, indem er den Bluthochdruck oder die Blutfettwerte senkt.

Stand: 08.03.2018

Sogenannte Stroke-Units, auf Schlaganfälle spezialisierte Krankenhauseinheiten,  sind das beste, was Schlaganfallpatienten passieren kann - im Bild: Ein Patient wird in einer sogenannten "Stroke-Unit" untersucht | Bild: picture-alliance/dpa

Wenn es dennoch zu einem Schlaganfall kommt, zählt jede Minute, denn die ersten drei Stunden sind für den Patienten entscheidend. Deshalb sollten auch Laien einen Schlaganfall erkennen können.

Die drei wichtigen Säulen der prophylaktischen Therapie

  • Erstens überprüft der Arzt, ob ein Patient, bei dem Warnsignale aufgetreten sind, an hohem Blutdruck leidet. Gegebenenfalls behandelt man diesen hohen Blutdruck.
  • Zweitens gibt man ein Medikament, das die Blutplättchenverklumpung hemmt, zum Beispiel Aspirin.
  • Drittens kontrolliert der Arzt die Blutfette. Bei erhöhten Werten wird ein sogenanntes Statin gegeben.

Ziel der Behandlung

Mit diesen drei Basisbehandlungen will man erreichen, dass keine weiteren Durchblutungsstörungen oder gar ein Schlaganfall auftreten. Alle diese Eingriffe bewirken eine Risikoreduktion: Wenn das relative Risiko vorher 100 Prozent war, reduziert es sich beispielsweise durch Aspirin um 15 bis 20 Prozent.

Weitere Methoden

Außerdem gibt es gefäßchirurgische und neuroradiologische Methoden. Die hochgradige Einengung der hirnzuführenden Arterien wird gefäßchirurgisch operiert. Die Neuroradiologen können Gefäßeinengungen mit Kathedern von innen aufdehnen oder aufspreizen. Diese Methoden sind in schwer zugänglichen Gehirnregionen von Vorteil.


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