Bayern 2


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Wege zu gesundem Rücken

Stand: 22.07.2019

Tipps gegen Rückenschmerzen gibt das Gesundheitsgespräch - im Bild: Mann mit ausgeprägter Rückenmuskulatur beim Training | Bild: colourbox.com

Es sticht, es zieht, es klemmt - im Nacken, in der Brustwirbelsäule oder im Lendenbereich: Es gibt kaum einen Menschen, der nicht im Laufe seines Lebens Bekanntschaft mit Rückenschmerzen macht. Schätzungen zufolge hatten 60 bis 80 Prozent der deutschen Bevölkerung schon mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Etwa 40 Prozent haben oft oder sogar dauerhaft damit zu kämpfen.

Experten:

Prof. Dr. Bernhard Meyer, Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der TU München
Prof. Dr. von Eisenhart-Rothe, Direktor der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar der TU München

Ursachen von Rückenschmerzen

So vielfältig die Schmerzen in ihrer Ausprägung sind, so unterschiedlich können die Ursachen sein. Rückenschmerzen entstehen nicht nur durch Abnutzungserscheinungen an der Wirbelsäule, sondern auch durch Haltungsfehler, Muskelschwächen und Überlastungen. Hinzu kommt, dass die eigentliche Ursache manchmal gar nicht im Rücken zu finden ist, sondern der Schmerz nur dorthin ausstrahlt, nicht selten liegen „nur“ psychische Probleme vor, deren Grund zum Beispiel ein emotionaler Konflikt sein kann.

Warum Rückenschmerzen das Leben behindern

Rückenschmerzen lassen sich nur schlecht ignorieren. Das liegt zum einen daran, dass der Rücken an fast allen Bewegungen beteiligt ist. Schließlich ist die Wirbelsäule wie eine Gliederkette aufgebaut. Zum anderen liegt es aber auch an den anatomischen Besonderheiten: In den Bewegungssegmenten (zwei benachbarte Wirbelkörper und die dazwischen sitzende Bandscheibe) sind in großer Zahl sogenannte Nozizeptoren vorhanden, die als Schmerzfühler fungieren. Sie schlagen sofort Alarm, wenn Bänder überlastet, Muskeln verhärtet oder Sehnenansätze gereizt sind. Außerdem wird das sympathische Nervensystem im Rückenmark bei Schmerzreizen überaktiv. Dadurch können Reflexkreise entstehen, die zu Dauerschmerzen führen. Zuletzt ist das Gehirn an der Schmerzverarbeitung beteiligt.

Dem folgenden Text liegt ein Interview mit Prof. Dr. Bernhard Meyer, Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der TU München und Prof. Dr. von Eisenhart-Rothe, Direktor der Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar der TU München, zugrunde.

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