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Duftende Köstlichkeiten Rosenblüten: Schmackhaft, heilsam und gesund

Sie ist das Symbol für die Liebe: die Rose. Doch sie sieht nicht nur schön aus, sondern sie ist gesund und schmeckt auch fein. Zum Beispiel als Rosenessig, Rosenzucker oder köstliche Rosenplätzchen. Die Herstellung ist kinderleicht.

Von: Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 12.06.2018

Rosenköstlichkeiten aus dem Garten | Bild: BR/Chris Köhler

Zwar reue sie jede Blüte, die sie abschneide, sagt Maria Walser, und die frisch Aufgeblühten lässt sie für die Bienen. Aber die schon etwas schlapper wirkenden Blüten der Rosenstöcke, die auf dem Glaswinkelhof im Tölzer Land in hell- und dunkelroten, orange, gelb oder zartrosa Tönen prächtig gedeihen, erntet die Kräuterpädagogin.

Die Rose in der Küche

Ob Kultur- oder Wildrosen - Hauptsache, die Blütenblätter der "Königin" unter den Blumen haben keine Pestizide abbekommen. Auch auf künstlichen Dünger sollte man verzichten, will man Rosenblütenblätter essen. Haben Erdbeeren oder Himbeeren Saison stellt Maria Walser mit den Rosenblüten Rosen-Erdbeer-Essig oder Rosen-Himbeer-Essig her. Vom Geschmack her passen solche Essige hervorragend zu Blattsalat. Aber auch Rohkost aus gelben Rüben bekommt durch den Rosenessig das gewisse Extra. Ein Schuss Rosenessig über den Obstsalat - da tun sich ganz neue Geschmackserlebnisse auf.

Die Rose in der Kosmetik

Das Öl der Hagebuttenkerne enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Inkas sollen Hagebuttenkernöl als Narbenheilöl eingesetzt haben. Die Rose gehört auch zu den 'Frauenkräutern'. Sie soll harmonisierend wirken und Stress lindern. Ein Entspannungsbad mit Milch, Öl und ein bisschen Honig und oben drauf - für die Psyche - Rosenblätter und Lavendel könnte also Wunder wirken. Maria Walser kennt noch andere Rezepturen für Rosenkosmetik, zum Beispiel für die Gesichtspflege. Dafür setzt sie einen Sud aus Apfelessig, destilliertem Wasser, ein bisschen Weingeist und Duftrosenblättern an und lässt ihn drei bis vier Wochen stehen. Dann wird er abgeseiht und in eine Sprühflasche umgefüllt. Einfach nach dem Duschen aufgesprüht - das bindet die Feuchtigkeit und erfrischt.

Tipps und Rosenrezepte zum Nachmachen

Die Rosenblätter vor der Verarbeitung nicht waschen, sonst werden der feine Duft und das Blatt zerstört. Lassen Sie die Rosenblätter vor der Verarbeitung aber ein paar Stunden liegen, damit etwaige kleine Krabbler wie Ameisen oder das eine oder andere Blattläuschen die Flucht ergreifen können. Tipp: Die Blätter in eine Schüssel mit gut schließendem Deckel geben; dann steigen die kleinen Krabbeltiere nach oben, weil ihnen die Luft ausgeht.

  • Rosen-Erdbeer-Essig: Rosenblätter, reife Erdbeeren und ein bisschen Kandiszucker mit weißem Balsamico-Essig aufgießen. Das Gemisch drei Wochen stehenlassen, ab und zu schütteln, damit sich der Kandiszucker ganz auflöst. Danach in Flaschen umfüllen.
  • Mit Duftrosen aromatisierter Zucker: Für Rosenzucker braunen Zucker mit Duftrosenblüten mörsern. Die Blüten davor einen Tag anwelken lassen, dadurch kommt der Duft so richtig frisch heraus. Den Rosenzucker vor dem Abpacken gut trocknen lassen.
  • Getrocknete Rosenblütenblätter: Rosenblüten, die nicht gleich verarbeitet werden können, trocknen lassen. Sie lassen sich dann zum Beispiel im Winter in Plätzchenteig mischen. Zum Trocken müssen die Blütenblätter vom Blütenboden entfernt werden; er hat nämlich viele Bitter- und Gerbstoffe, die sonst das Aroma der Blütenblätter zerstören. Sollen die Rosenblütenblätter zu Sirup oder Gelee verarbeitet werden, sollte auch der gelbe oder weißliche Blütenblätteransatz mit der Schere weggeschnitten werden.
  • Hagebuttenmarmelade, Tee, Likör: Aus den Blüten der Rosen entstehen ihre Früchte, die Hagebutten. Vögel lieben Hagebutten. Außerdem enthalten sie viel Vitamin C. Auch aus Hagebutten lässt sich in der Küche einiges zaubern: Marmelade zum Beispiel, aber auch Likör. Hagebuttenmarmelade machen ist allerdings ein bisschen aufwändig, da die Hagebutte erst aufgeschnitten werden muss, um ihre Kerne zu entfernen. Man kann sie auch trocknen lassen und im Winter als Tee trinken. Im Tee können auch die Kerne drinbleiben, denn er wird aufgebrüht und abgeseiht.

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