Bayern 2


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Der Mohr im Wappen und im Namen Rassismus oder Tradition?

Kann eine "Mohrenstraße" weiterhin so heißen? Ist der Mohr im Wappen der Stadt Coburg noch angemessen? Das Tagesgespräch fragt: Wo beginnt Rassismus?

Stand: 26.06.2020

Eine Diskussion rund um Tradition und Rassismus bewegt Coburg: Das Wappen der oberfränkischen Stadt zeigt den Heiligen Mauritius - mit krausem Haar, vollen Lippen und großem Ohrschmuck.

"Das Coburger Stadtwappen stellt einen verletzenden, rassistischen, kolonialistischen Stereotype eines Schwarzen Menschen dar", heißt es in einer Online-Petition. "Wir fordern eine Änderung des Wappens, um Schwarzen Menschen den Respekt zu geben, den sie verdienen und sie nicht weiter auf ein diskriminierendes Klischee, das man so aus der Zeit der Sklaverei kennt, zu reduzieren."

Das Wappen der Stadt sollte unverändert bleiben, heißt es dagegen von der Stadtspitze: "Wenn ein farbiger Mensch der Schutzpatron einer Stadt ist, dann ist das ja eine Ehre und keine Diskriminierung", meint Hans-Herbert Hartan (CSU), Coburgs Zweiter Bürgermeister.

Das Tagesgespräch hat gefragt: Was meinen Sie? Wie sehen Sie den aktuellen Fall in Coburg? Wie würden Sie in anderen Fällen entscheiden, bei denen es um Rassismus-Vorwürfe und Forderungen nach Umbennung geht - zum Beispiel bei der Mohren-Apotheke in Nürnberg oder beim Hotel "Drei Mohren" in Augsburg?

Zu Gast bei Achim Bogdahn war die Anglistin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Susan Arndt von der Universität Bayreuth.

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