Bayern 2


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radioMitschnitt aus Franken Lieder auf Banz – ein Abend mit Freunden

"Lieder auf Banz" ist Deutschlands größtes Liedermacherfestival. Seit mehr als 30 Jahren findet es auf einer Wiese gegenüber von Kloster Banz in Bad Staffelstein statt. Auch dieses Jahr überzeugte es mit bekannten Stars und tollem Nachwuchs.

Von: Bernhard Jugel

Stand: 27.08.2019

Toller Nachwuchs

Erstmals vor ganz großem Publikum spielten bei den Liedern auf Banz die mit dem Förderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichneten jungen Liedermacher und Liedermacherinnen: die witzige Christin Henkel, die in einem Lied vom fränkischen zum sächsischen Dialekt wechselte, der schlitzohrige Lennart Schilgen, der mit einer Reinhard-Mey-Hommage punktete und die weltmusik-affine Band Belle Fin aus Österreich, die einen Kinderbuchhelden besang. Auch der Schweizer Roger Stein mit seinem einmaligen Gefühl für Satire und Poesie, Preisträger 2012, gehört noch zu den Jüngeren. Generationenübergreifend dagegen Hans Well & die Wellbappn, bei deren Gesangskabarett sich die Routine des Biermösl-Blosn-Veteranen und die Begeisterung seiner drei Kinder die Waage hielten.

Alte Recken

Zur Prominenz des Festivals zählten der bekennende Niederbayer Hannes Ringlstetter mit seiner Band und Austropop-Ikone Wolfgang Ambros, der im Trio unplugged spielte und sich bei seinen Hits auf die Textsicherheit des Publikums verlassen konnte. Charme hatten auch die leidenschaftlichen Duette von Rocksängerin Julia Neigel und Puhdys-Frontmann Dieter "Maschine" Birr. Wolfgang Niedecken von BAP nahm das Festivalmotto "Ein Abend mit Freunden" wörtlich, als er sich nach zwei Solonummern als Begleitband die komplette Süden II-Besetzung und Hannes Ringlstetter auf die Bühne holte für recht locker gespielte Versionen von Dylans "You ain’t going nowhere" und dem BAP-Hit "Verdamp lang her". Schmidbauer, Kälberer & Pollina übernahmen dann nahtlos mit eigenen Songs und sorgten für einen fulminanten Festivalabschluss.

Viva Voce moderiert charmant und witzig

Die Moderation des Festivals lag beim charmant-witzigen A-capella-Ensemble Viva Voce aus Franken, das die Umbaupause mit schmissigen Songs und unterhaltsamen Publikumsaktionen im Nu verfliegen ließ und am Ende alle Festivalkünstler noch zum gemeinsamen Schlusslied "Nehmt Abschied, Freunde" auf die Bühne bat.    

Setlist

Hans Well & die Wellbappn: Do samma heit
Viva Voce: Hallo, du schönes Franken
Lennart Schilgen: Ich wollte wie Elvis singen
Christin Henkel: Frängisch
Ringlstetter: Es rengt
Julia Neigel & Dieter "Maschine" Birr: Regen
Wolfgang Ambros: Mir geht es wie dem Jesus
Belle Fin: Hans guck in die Luft
Schmidbauer – Pollina – Kälberer: Stolz drauf
Wolfgang Niedecken & Freunde: Verdamp lang her


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