Bayern 2

radioWissen Bayerische Genüsse

Münchner Viktualienmarkt | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 03.06.2013
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Der Münchner Viktualienmarkt
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Im 19. Jahrhundert war es schick, alles zu latinisieren. Und so wurde aus dem Münchner Marktplatz der Viktualienmarkt. Weil es auf dem Schrannenplatz, dem heutigen Marienplatz, zu eng wurde, verfügte König Max I. Joseph am 2. Mai 1807, den Markt in den Bereich zwischen Frauenstraße und Heilig-Geist-Kirche zu verlegen. Mehr als 110 Stände bieten inzwischen auf 22.000 Quadratmeter Fläche Schmankerl aus aller Welt an. Am Essen lässt sich der Wandel der Ansprüche in den letzten Jahrhunderten gut zeigen: Im Mittelalter war das Hauptnahrungsmittel das "Mues" - ein Brei aus Gerste, Hafer oder Hirse; dazu gab es vor allem Bohnen, Erbsen, Kraut, Rüben und Lauch. Fleisch und Fisch war fast ausschließlich den höheren Ständen vorbehalten. Auch beim Brot zeigten sich die sozialen Unterschiede: während das einfache Volk Hafer- und Roggenbrot aß, lag auf den Herrentischen feines Weißbrot. Noch bis ins 20. Jahrhundert richtete sich die Ernährung nach dem saisonalen Angebot. Erntezeiten in Sommer und Herbst brachten Obst, Gemüse und Nüsse, die Schlachttage im Winter frisches Fleisch. Alle anderen Nahrungsmittel mussten in irgendeiner Form konserviert werden, also gepökelt, geräuchert, kandiert, getrocknet, und seit dem 19. Jahrhundert auch pasteurisiert.

Redaktion: Brigitte Reimer
Manuskripte zum Herunterladen:
www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html

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