Bayern 2

     

Evangelische Perspektiven Jugend entdeckt Bonhoeffer

Vor Bonhoeffers Elternhaus in Berlin | Bild: BR/Karin Goeckel

Montag, 06.04.2015
08:30 bis 09:00 Uhr

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BAYERN 2

"Er hätte auch eine Bombe geworfen"
Auf den Spuren von Dietrich Bonhoeffer
Von Karin Goeckel und Schülern des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums Fürth
Als Podcast verfügbar

Sein Name steht für Widerstand im Nationalsozialismus und für ein Christentum, das zur absoluten Zivilcourage verpflichtet: Dietrich Bonhoeffer. Am 9. April 1945 wurde der Pfarrer im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Alle, die wie er mit dem Attentat des 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, sollten das "Dritte Reich" nicht überleben. Der evangelische Theologe leistete Widerstand mit Worten - doch wäre es erforderlich gewesen, er hätte auch selbst zur Waffe gegriffen, daran ließ er kaum Zweifel: "Wenn ich an Hitler rankommen könnte, würde ich die Bombe selber werfen", sagte Bonhoeffer einmal zu seinem Schwager Hans von Dohnany. Können Jugendliche heute eine solch radikale Haltung nachvollziehen? 14 Schülerinnen und Schüler des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums Oberasbach im Landkreis Fürth haben sich mehrere Monate lang auf die Spuren des Widerstandskämpfers begeben. In Berlin, in Eisenach bei der Tagung der Bonhoeffer-Gesellschaft, in Flossenbürg und nicht zuletzt im Klassenzimmer wollten sie mehr über den Mann erfahren, dessen Namen ihre Schule trägt. In den von ihnen selbst gestalteten Evangelischen Perspektiven kommen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Gedanken zu Bonhoeffer zu Wort.