Bayern 2

Zeit für Bayern Von Bächen und Bäumen

Samstag, 26.06.2021
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Schottenbad und Taubenschwänzchen
Ein Landschaftsporträt der Günz - Bayerns längstes Bachsystem
Von Andrea Zinnecker

Die Spessart-Eiche - ein Symbol am Scheideweg!?
Von Klaus Rüfer

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der neuen Bayern 2 App verfügbar

Schottenbad und Taubenschwänzchen
Ein Landschaftsporträt der Günz - Bayerns längstes Bachsystem
Von Andrea Zinnecker

Die Günz gilt mit 55 km Länge als Bayerns längstes Bachsystem. Östliche und Westliche Günz fließen im Unterallgäu zusammen und bei Günzburg in die Donau. Vor allem die Östliche Günz zwischen der Quelle bei Günzach und Markt Rettenbach ist reich an Biotopen und Geotopen. Da gibt es zum Beispiel die eiszeitliche und sagenreiche Teufelsküche bei Ronsberg, die speziellen Günzhangwälder, die wieder sich selber überlassen werden und zu den wertvollsten Naturschätzen in Schwaben zählen. In der vielfältigen Wiesenlandschaft flattern rund 330 Schmetterlingsarten, an der idyllisch mäandernden Günz fühlt sich der Biber wieder wohl. Aber auch historische Kleinode wie das barocke Schloss Günzach oder die restaurierte denkmalgeschützte Schlossmühle Liebenthann prägen das Bild der Landschaft, die sich auf Rad- und Wanderwegen wie dem Günztal-Radweg entdecken lässt. Dabei lohnt - sozusagen als Kontrast - auch ein Abstecher ins Heimatmuseum Obergünzburg mit der Südsee-Sammlung des Obergünzburger Kapitäns Karl Nauer, der am Steuer des Passagierdampfers Sumatra Anfang des 20. Jahrhunderts die melanesische Inselwelt befuhr. Nicht zu vergessen das "Schottenbad" bei Albrechts und die historischen Mühlen im Tal der Oberen Günz.

Die Spessart-Eiche - ein Symbol am Scheideweg!?
Von Klaus Rüfer

Seit vielen Jahrhunderten genießt sie einen außergewöhnlichen Ruf - die Spessart-Eiche. Obwohl der Spessart vom Grunde her eigentlich ein von Buchen dominierter Mischwald ist, spielt die Eiche seit jeher eine besondere, große Rolle in dieser hessisch-bayerischen Region, die bis zum heutigen Tag eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland und Europa ist.
Spätestens seit den Zeiten der Fürstbischöfe wurden Eichen systematisch in den weitläufigen Wäldern des Spessart gehegt und gepflegt. Ihr Holz war begehrt, sowohl für den regionalen Gebrauch, als auch international. Hochwertige Möbel, geradezu legendäre Weinfässer und sogar Hochseeschiffe wurden aus Eichenholz aus dem Spessart gebaut. Zwar haben sich Nachfrage und Verwendung im Lauf der Generationen verändert. Doch bis zum heutigen Tag gelten Eichenbestände in Spessartwäldern als Schätze für die Forstwirtschaft. Ein einziger Eichenstamm kann tausende Euro einbringen. Einige Bestände gelten sogar als die wertvollsten Eichen der Welt.
So ist die Eiche im Spessart über die Jahrhunderte auch zum Symbol geworden, das im regionalen Bewusstsein tief verankert ist. Ein Symbol, dessen Zukunft allerdings gefährdet ist. Der Klimawandel bestimmt schon längst die Planungen der heutigen Forstwirtschaft. Auch der Spessart-Wald muss an die sich veränderten Bedingungen angepasst werden. Altes wird weichen, Neues muss kommen.
Wo findet da künftig die Spessart-Eiche ihren Platz? Das ist die Frage, die Klaus Rüfer zu beantworten versucht, mit dem Blick auf Historie, Gegenwart und Zukunft dieser Baumart in der Region. Wird sie künftig noch wichtiger für den Waldbau? Oder steht die Spessart-Eiche am Anfang vom Ende ihrer Ära?

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