Bayern 2

Zeit für Bayern 75 Jahre Nürnberger Prozess

Schwurgerichtssaal Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 21.11.2020
12:05 bis 13:00 Uhr

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BAYERN 2

Echtes Leben oder schöne Ausstellung?
Von Fluch und Segen der Musealisierung
Von Lorenz Storch

Ein Film von Rausch, Abenteuer und Verbrechen
Echos des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher
Von Thibaud Schremser

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Echtes Leben oder schöne Ausstellung?
Von Fluch und Segen der Musealisierung
Von Lorenz Storch
Wenn etwas alt ist und schön, und vielleicht auch historisch bedeutsam - aber vielleicht auch etwas unpraktisch - dann ist der erste Gedanke oft: Machen wir ein Museum daraus! Auf den zweiten Blick stellt sich die Frage, ob das immer sinnvoll ist. Lassen die historischen Objekte und Orte sich nicht auch einfach weiter im täglichen Leben benutzen?
Beispiel Nürnberg: Der Schwurgerichtssaal 600 war der Schauplatz der Nürnberger Prozesse. Ein Monument des Völkerrechts. Jahrzehnte lang haben Richter und Justizbeschäftigte den Geist des Ortes bei den Verhandlungen gespürt. Doch jetzt wird der Schwurgerichtssaal ein Museum, mit ausgeklügelter Ausstellungstechnik.

Ein Film von Rausch, Abenteuer und Verbrechen
Echos des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher
Von Thibaud Schremser
"Wir sprechen zu Ihnen aus der Sendekabine über dem Nürnberger Gerichtssaal." Von November 1945 bis Oktober 1946 meldete sich der Rundfunk live aus dem Saal 600. 22 NS-Hauptkriegsverbrecher waren angeklagt. 12 von ihnen wurden zum Tode verurteilt, sieben zu Haftstrafen. Drei Angeklagte sprach das Gericht frei.
Die Verhandlung vor dem internationalen Militärtribunal war für das deutsche Volk wegbereitend in der Aufarbeitung seiner Vergangenheit. Auch für die Nachgeborenen ist dieser Prozess eine reichhaltige Quelle, um sich mit der deutschen Vergangenheit zu beschäftigen, nicht zuletzt dank der 37.000 Tonbandmeter, auf denen das Verfahren aufgezeichnet wurde - die journalistische Berichterstattung noch gar nicht eingerechnet.
75 Jahre nach Prozessbeginn zeichnet Thibaud Schremser mit einer Collage aus historischem Material aus Gerichtssaal und Radiostudio ein Hörbild des Prozesses und seiner Kommentierung.

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