Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Das Tier, dein Freund und Helfer

Hundepfote liegt in Menschenhand | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 22.10.2020
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Tiere im Einsatz
Supernasen und Adleraugen

Freundschaft mit Tieren
Eine uralte Beziehung

Das Kalenderblatt
22.10.1961
ARD zeigt “Musik aus Studio B“
Von Carola Zinner
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Tiere im Einsatz - Supernasen und Adleraugen
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Anja Scheifinger
Sie holen Drohnen vom Himmel, erschnüffeln gefährliche Landminen und unterstützen Kranke und Behinderte - Tiere sind in einigen Jobs besser als wir Menschen. Deshalb sind sie zu unverzichtbaren Helfern geworden. Einige Flughäfen beispielsweise setzen auf die Hilfe von Greifvögeln. Die fliegen über Start- und Landebahnen, um Krähen, Möwen oder Tauben zu verscheuchen. Denn der sogenannte Vogelschlag kann zu gefährlichen Triebwerksausfällen führen. Selbst die ein oder andere Drohne haben die Greifvögel schon erbeutet. Auch Ratten sind zunehmend im Einsatz für den Menschen, vor allem in Asien und Afrika. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Nager sogar besser als Hunde darin sind, Sprengstoffe wie TNT aufzuspüren. Wegen ihres feineren Geruchsinns und weil sie dank ihres geringen Gewichts die Minen selten zum Explodieren bringen. Aber Hunde werden deshalb keinesfalls arbeitslos. Als Blindenhunde oder als Unterstützung beim Zoll oder bei der Polizei ist der beste Freund des Menschen ein unerlässlicher Helfer. Denn dass Polizisten demnächst mit Ratten auf Streife gehen - eher unwahrscheinlich.

Freundschaft mit Tieren - eine uralte Beziehung
Autorin: Christiane Seiler / Regie: Eva Demmelhuber
Ein Toy-Pudel zieht ein, wenn die Kinder aus dem Haus sind, die Schäferin unterscheidet ihre Schafe an der Ohrnummer und dennoch heben sich einige Tiere aus der wolligen Masse heraus und schließen mit ihrem Leitmenschen eine nähere Bindung. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier begann lange vor der Haustierwerdung und hat nicht nur rationale, zweckgerichtete Ursachen. Gerade die Haustierwerdung trug zur Verdinglichung der Mensch-Tier-Beziehung bei. Oder stellen die steinzeitlichen Höhlenmalereien etwa nur die begehrte Jagdbeute dar? Und wer nahm eigentlich zuerst Kontakt zur jeweils anderen Art auf, war es der Wolf oder der Mensch? Menschen seien von Natur aus "biophil", meint der Verhaltensforscher Kurt Kotrschal von der österreichischen Konrad-Lorenz-Forschungsstelle. Er hat sich der Erforschung der Beziehung zwischen "Kumpantieren" und "Servicemenschen" verschrieben. Bindungen, Fürsorge, Emotionen spielen dabei eine weit größere Rolle, als bisher zugestanden - und zwar auf beiden Seiten.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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